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und dies hauptsächlich durch die persönlichen Vorstellungen einflußreicher Kreise erreicht worden. Ähnliche Erfahrungen habe man noch jüngst bei der Errichtung der Kriegs- Fell-Aktiengesellschaft in Leipzig gemacht, die zuerst unbedingt nach Berlin hätte kommen sollen, obwohl die nahen Beziehungen der von ihr zu pflegenden Interessen zu dem Leipziger Rauchwaren-, Kanin-Fell- und Häutehandel von vornherein Leipzig als ihren Sitz hätten bestimmen müssen. Der Berichterstatter stimmte dem zu und bemerkte zu den Ausführungen über die Leipziger Mustermessen, dasz diese berufen seien, dem deutschen und namentlich dem sächsischen Wirtschaftsleben weiter wertvolle Dienste zu leisten. Das sei nunmehr, wie bereits erwähnt, auch von der Reichsregierung und Reichstag anerkannt, denn im neuen Reichshaushalt sei zum ersten Male eine Summe von 700000 ^ als Beitrag des Reiches zur Gründung eines Metzamtes für Mustermessen in Leipzig ausgeworfen. Als Zweck der Reichsbeihilfe wird in den Erläuterungen besonders „die Überwindung der während der Kriegszeit für die Aufrechterhaltung und Wirksamkeit der Leipziger Messe erwachsenen Schwierigkeiten" angegeben. In einer Anlage wird eine Geschichte der Leipziger Mustermessen entworfen und ihre Bedeutung statistisch nachgewiesen. Es heißt unter anderem: „Die durch den Krieg größtenteils lahmgelegte Ausfuhr, für welche die auf den Leipziger Mustermessen vertretenen Industriezweige hauptsächlich arbeiten, alsbald nach Friedensschluß im alten Umfange aufnehmen und verstärken, die Schwierig keit der Wiedergewinnung verlorener und der Erwerbung neuer Absatzgebiete vermindern zu helfen, wird eine der Hauptaufgaben der Leipziger Messen und vornehmlich durch sie zu ermöglichen sein." Im weiteren Verlauf der Begründung wird ausgeführt, daß in letzter Zeit sich mehrfach Konkurrenzbestrebungen des Auslandes regten, denen wirk sam zu begegnen not tut. Die Begründung schließt: „Es wird großer und fortdauernder Anstrengungen und nicht zum wenigsten erheblicher Eeldaufwendungen bedürfen, um den ausländischen messeähnlichen Unternehmungen gegenüber konkurrenzfähig zu bleiben und eine Schädigung der Leipziger Mustermessen zu verhüten." Die Leipziger Mustermesse sei zu ihrer Bedeutung gediehen durch das innige und verständnisvolle Zusammenarbeiten des Staates, der Stadtverwaltung Leipzig rind der Interessenten. Es sei nicht nötig, die beiden Erstgenannten um weitere Fürsorge zu ersuchen, denn diese sei nach dem, was bisher geschehen sei, als sicher anzunehmen. Habe doch die Stadt Leipzig während der Kriegszeit besondere erhebliche Opfer für die Leipziger Messen gebracht und so der Allgemeinheit einen wichtigen Dienst geleistet. Durch den Beitrag des Reiches sei auch von dieser Seite die Bedeutung der Leipziger Musterniessen für Deutschlands Handel und Industrie anerkannt, gewiß ein Ansporn, den Kampf mit den angedeuteten Schwierigkeiten, dem auch der Berichterstatter vollen Erfolg wünscht, mutig aufzunehmen. Auch der Verband Sächsischer Industrieller begrüßt vom Standpunkte der sächsischen Industrie sowie des gesamten Wirtschaftslebens aufs wärmste den Antrag und spricht die bestimmte Erwartung aus, daß die sächsische Regierung den anläßlich der Besprechung des Antrages vorzutragenden Anregungen nachgehe. Die allgemeine Tendenz des Antrages richte sich auf eine Stärkung der wirt schaftspolitischen Stellung Sachsens innerhalb des Reiches. Eine solche Kräftigung sei unbedingt erforderlich. Die Notwendigkeit dafür bestand schon vor dem Kriege; die Erfahrungen, welche das sächsische Wirtschaftsleben während des Krieges sammeln konnte, haben dies aber weiter an den verschiedensten Beispielen aufs deut lichste gezeigt. Hierbei komme nicht nur in Betracht das große Gebiet der Kriegs- Ernährungspolitik und ihre die deutschen Bundesstaaten so gewaltig beeinflussenden