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Dresdner neueste Nachrichten : 04.12.1914
- Erscheinungsdatum
- 1914-12-04
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- SLUB Dresden
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Unterstützt durch
- LDP Sachsen
- Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id490223001-191412046
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id490223001-19141204
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-490223001-19141204
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Saxonica
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Dresdner neueste Nachrichten
-
Jahr
1914
-
Monat
1914-12
- Tag 1914-12-04
-
Monat
1914-12
-
Jahr
1914
- Titel
- Dresdner neueste Nachrichten : 04.12.1914
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Und der maite Schein, W Von einer Straßenlaterne durch die Fenster hereinfiel und die Kanten der Bilderrahmen spuieln machte, brachte so viel Dämmerung in das Dunkel, daß eines die Augen des andern sehen konnte. Was wollten sie mehr? Drum war es ihnen nicht eingesallen, die Lampe anzuziindem » ~Siehst du, Rbschen«, sagte Tobias, »das war überhaupt ein Unsinn von mir, daß ich sort bin. Ich habe geglaubt, daß es mir leichter fiele, wenn ich» dich nicht sehen wiirde - ich meine: daß ich dann Mek arbeiten könnte. Aber das war ein Irrtum. Und dann . . . ich tat es auch wegen meiner Mutter. Aber so hat sie das gar nicht gemeint. Jch habe sie salich verstanden. Jetzt weiß ich es. Sie wollte, daß ich in jedem Sinne meine Pslicht ersiille - weißt dut Und weil ich Gottwalts Freund bin, ist es doch meine Pflicht, bei ihm zu bleiben. bei ibm - und bei dik, Röscheni Nicht?« Nöschen lachte. In diesem seinen Lachen war Fröhlichkeit, aus der ein kleiner Zweifel klang. prias machte dazu die Augen eines Getränkten. »Nein, Röscheni Das ist mein vollster Ernsti Es wäre nicht recht von mit, euch ietzt allein zu lassen. Wenn Gottwalt seine große Bergsahrt Macht, die siir seine Pläne so notwendig und wichtig ist, da muß doch jemand bei dir bleibeni Nicht?« »Du« Tobbvi - Jal« und Riischen - wte ein sind, das lange die Zärtlichkeiten einer Mutter vermissen mußte —- schmiegte sich in den verläßlichen Freundes-irren den Tobby hinter ihr aus die Lehne des Sofas gelegt hatte- All-M sc J» mittle Stat. M» che 1000 MI. Ver-v., m, geb» fol. Denn in sicher- SML sw- Betrat k. ou lern· Off. U. »O J BRU« Gans-VI seit-post— Wiss Rats-, Art-sk, Kost-Oh Foundation-, slldwolsm M·oqsal-slao. spielt-assi- l nur Annmstraße 9, » « nur Bat-hart Straße S- Wl mlli- . Miit . » » 86579 Erdenkl» Pontia-. Massen, Uu J. alt, Inlleig.heim, w. Bekanntsch. m. bess. Herrn in sich» pensionsb. 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IS .00 LZC Eies-as Ein heißer Atem huschte über ihre Wangen, und zitternd schloß sich dieser treue Freundeöarm um ihre Schultern. »Neh, Rdseheni« stammelte Tobiaö wie ein Trunkenetx »Warum sind wir bei-de nicht allein aus der Welt? Weist dn - icb habe so süß geträumt in dieser letzten Nacht. Es waren keine Menschen mehr als nur wir beide. Allein, Mädchen, ganz allein - du und lchi Und immer war dad soi Und wenn wir des Abends beieinander saßen, so wie ietzt - dann konnte keiner kommen, uns zu »stdren. Keineri Rdöchem Röscheni - Jeh habe geträumt, daß eine suntelnde Sommernacht war- Und du tratest zu tnir . . . so, Röschen . . . so . . .« Ein dürstender,s halb erloschener Koselaur. »Du trugst nicht dieses strenge blaue Kleid wie seht . . . neinl Deine Haare slossen ausgelöst hinab . . . über deine weißen Schultern .. . über deine Brust! Ach, Nil-schen wie siiß hab' icb das geträuinti« Rdöchen sprang aus. Ihre Augen waren voll eines jähen Schreckens. Sie sah Tobias an, diesen grauen Menschen im Dunkel da, und Tränen traten in ihren Blick. »Tobdy! Um Gottes willen, Tobby!« Mit iaumelnden Schritten irrte sie durch die finstere Stube, riß an der Kommode eine Lade auf und wühlte sinnlos in dieser schwarzen Höhle. Sie suchte und wußte nicht, was suchte irgend etwas, um sich zu verhüllen. Inmitten ihrer klin genden, unbeionnenen Kinderfcligkeit hatte sie einen bellfehenden Blick-in den feuerdunklen Abgrund ihreanrauenseele getan. Mit zuckenden Fingern raffte fic ein dünnes, weißes Schleiertuch aus dem Schrein und warf es um die Schultern. Dann lief fie aus der Stube. Und von ziellofer Angft gejagt, flatterte fic in dte Nacht des Gartens hinan-. Und Tobias Wiitthifjssf ihr nach, erschrocken, ver stört, mit halben Worten, in jeder Silbe ein lallen des Betteln. . Auf der Straße blieb Röschen stehen. Mit er loschenen Lauten sagte sie: ~Onkel Bertens erwartet mich. Herr Lüdborg spielt mit Elle eine Sonate. Dresvner Ren-sie Nachrichten-. Fast hätt-Ich mich komm!« Hafer-Katas selhmunm chnsmvier. " verspätet. Komm, Tobby, Dann haftete sie schweigend neben ihm her und vermied es, in seine stehenden Augen zu sehen; sie fürchtete diesen heißen Blick nicht minder,»als sie ihn liebte. Ein Wunsch war in ihr und dennoch eine dekietnmendc Angst - ein Verlangen und doch ein Widerstreben. Sie war aus ratloser Flucht vor einem verlockenden Gedanken, den sie doch kaum ge dacht hatte. «Schnell, Tobbn, schnell!« Erft dicht vor Busens Landbaus blieb fie auf annend stehen. Sie fühlte sich befreit und verarmt zugleich nicht anders, als wäre eine kostbare gol dene Laft von ihrer Seele genommen worden. Zit ternd öffnete fie das Gartentor. »Röschen!« Tobiaö wühlte mit der Hand in seinem Haar-. »Da geh’ ich nicht mit hinein! Jetzt kann ich keinen Menschen sehen. Ich ich muß in die Nacht hinaus - auf die Berge hinauf - muß einen Weg zu freier Höhe finden oder das erwürgt mich.« Sein verzerrtes Gesicht war in halber Helle. Und als Röschen diese verzivcifeltcn Augen fah, war wieder die alte, törichte, barmherzigc Zärtlichkeit in ihr. Und alles andre Schreck und Angst und Grauen - alles war erloschen. Sie umklammern- seinc Hand. »Komm, Tobbyl« -,Nein!« »Tu’ es mir zuliebe!« Wie ihre Stinsitiefflqebfen konnte in der Sorge um ihn, im irren Gedanken an eine Gefahr für fein Leben! Er suchte verstört nach Iner Antwort. Da klangen die Schritte und Worte zweier Män ner, die durch den Wald herunterkamen - Karl und Betten-T Erschrocken klammerte Tobby den Arm um die junge Frau, und wie scheue Flüchtlinge jagten die beiden aus der halben Finsternis hinein in die klare Helle, dle dieses klingende Haus umgab- Seite c. Milko feinste, weiße VII-geh Pfd.BB!9oPf. Starke schlefciche«gqsanen Stück boix -." 111-Eis Aprikofcu-«Psikfich-Matmcs lade-, früh zum Anstre, an Stelle der teuren Butter, Zstd.-Eimer l Mk. 20 Pf» aus-gewogen Mii -45 Pf» frische EtdbeersMarwelade sstd.-Cimer 2 Mk. 25 Pf. 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Heinrich Lüdborg spielte mit Elle eine Sonat von Beethoven. Die zwei Männer auf ber Straße blieben stehen schweigend, und lauschten eine Weile, bevor sie bei Garten betraten. Jn dem Lichtschein der aus den Fenstern fiel ging Karl an den Rosenbäumchen entlang. Sein ausgcstreclte Band ftreichelte die welkenden Blättet und die letzten duftenden Blüten. Nun fah er fet nem Begleiter in die Augen. »Noch immer Roseti?« Verkenö antwortete mit einer stummen Gebärde, die sagen sollte: Gibt es Schönereö auf der Welt? Karl verstand. »Und die Dornen?« fragte er. »Die liebt man mit! - Wetl es doch nichts hilft, wenn man sie haßt oder fürchtet.« Dann plötzlich fragte Verteusz »Und wie ist es J h n e n gegangen tn der langen Zeit?« »Ja-es Jahr bin ich um zwölf Monate älter ge worden. Und nenan so wird es mir gehen, wenn ich wieder draußen bin in der Welt.« Verlens sah ihn bekümmert an. »Ein graue Antwort! Und mir scheint, ietzt muß ich Jhnen etwas zu hören geben.« »Auch zwölf Jahren wieder eine gute Lehre?« »Nein - nur eine ernste Wahrheit, die Ihnen sagen soll, wo Jhr Platz ist in der Welii Sehen Sie, Karl, nun bin ich bald sechzehn Jahre hier. Und fünfzehn Jahre war ich täglicher Gast bei Ihrem Vater. Oder er kam zu mir herüber und half mir meine Rosen pflegen. - Dort den Strauch, den hat er selbst ges-sinnst - Und fünfzehn Jahre lang waren Sie fein liebster Gedanke nnd fein liebstes Gespräch Nicht, daß er viel geredet hätte. O nein! Nur ein paar Worte manchmal Aber ich hab’ ihn verstanden- Denn ein Vater-, der fein Kind . . .« Da rief vom Haus eine Mädchenftimme: »Vater? Bist du gekommen?« »Ja, liebes Kind.« Die schlanke, weiße Mädchengestalt verschde wieder in der Tür· »Wer rief da?« fragte Karl. »Meine Tochter Sophir. Wollen Sie ihr nicht...« vasvelteselmeulikårlwen M eine folme Mer! 40 : Z usjisö 50 ~ · 15.00 60 » « 25.00 Reiher ges-s von —5O Pf. an bis 300 Mk. scoloB. 2 m lang 8.50 Mk» l l .00 Mk» 14.00 MI. 17.00 Mk» Zl.oo Mk. Ca. V m lang 1.50 Mk» 3450 m, .00 Mk. Kleine Christ-säumt-« m W gis-im »in-m hoch 1.00 M Beet-en. Moos, VIII-. Ist-- fes-, 111-tol- u. list-weiss, staates-s u. Kroppsploy astlousltskhlko Ists-losst- unb 111-Cis usw. 80 cmlanq Z.OOMs. YE « - -L-!!9 - EEEEE Scheitel-kroch 11l WW Diwandcckem Dust-erken- Låufckstvsse und ein-oh lauen mit kleinen Mel-fehlen seht puiswekt ' W stamr.sknwstkut ji«-kl. spinnt-set str. u, 12143102 Weniueksiwkze t7, Temmss Mann raße (, , 22257 Rosenftmfic Sk, , 21735 Bienmtckvlytz Is, Landstraße 27, , 14595i Unmut-g Lindenqustr. « 14162 org-met Str. 10, « 21539 söllnerstrqze 12, « 22806 Tronnicierstmße 5 , 22967 Messe-retten e It, . 14871 ucssctsvoksekztr.tE . 14114 War-Inm- Ctr. u . 140501Moteuyaucrstn 24, . 13970 summte und Lagetciem Wölivltsstkssso I. Tel. 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