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20 EINLEITUNG — verstanden, kann eine Lebensorientierung des gegen wärtigen Menschen bedeuten, der sich der Geschichte, also dem gegenüber, was aus der in ihm lebenden Ver gangenheit in ihm selber ist, ebenso verantwortlich weiß wie dem gegenüber, was ihn in seiner geschichtlich ge wordenen Situation zum Handeln ruft. In dieser Besin nung ist seine Freiheit gewahrt, denn nie kehren geschicht liche Situationen so wieder, wie sie gewesen sind, weil Mensch und Konstellation andere wurden, immer ist cs die Besonderheit der Stunde und der Menschperson, die die Situation einer Gegenwart gestaltet, immer ist es also in die verantwortliche Freiheit des Menschen gestellt, im Zu sammen mit dem, was war, das zu formen, was sein wird. Ein tiefer Ernst der Gegenwartsstunde! »Die Geschichte wird nur von starken Persönlichkeiten getragen, die schwa chen löscht sie vollends aus.« Aber die Leistung der füh renden Persönlichkeit wird nur fruchtbar, wenn ihre Ge staltungsmacht im Zusammenhang mit dem bleibt, was an geschichtlich Lebendigem in ihrem Wirkraum vorhan den ist. Sonst gewinnt sie keinen Boden und wird zum Schwärmer und Utopisten. Das Neue, was durch ihre Ar beit wird, ist das Ineins geschichtlichen Lebensgutes und gestaltender, persönlicher Formkraft, Begegnung und Ver bindung von objektivem und subjektivem Geist in eigen artiger Einheit und Gestalt. Die Zeit, die ihren Mann nicht findet, bleibt so unfruchtbar und ohnmächtig, wie der Mann wirkungslos bleibt, der das Echo der Zeit nicht findet, die er formen und deren Ideen und Wirkkräften er zur Durch setzung verhelfen möchte und sich berufen weiß.