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Dresdner Nachrichten : 10.07.1886
- Erscheinungsdatum
- 1886-07-10
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- SLUB Dresden
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Unterstützt durch
- LDP Sachsen
- Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id501434038-188607106
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id501434038-18860710
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-501434038-18860710
- Sammlungen
- Saxonica
- Zeitungen
- LDP: Zeitungen
- Bemerkung
- Unvollständig: S. 13-14 fehlen.
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Dresdner Nachrichten
-
Jahr
1886
-
Monat
1886-07
- Tag 1886-07-10
-
Monat
1886-07
-
Jahr
1886
- Titel
- Dresdner Nachrichten : 10.07.1886
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7. 'Kann man lftigt jetzt die mel e. Jn Keatma l r nahm rme gute . _ ov nian sie todt auffand. Bei der Obduktion fand sich daS In- mpulver. noch gar nicht verdaut, im Magen: die chemische Ana ffe ergab, daß da- Pulver den Insekten wohl tödtlich sei. den nsche» jedoch absolut nicht schade» könne. Und doch war das iunge Weib todt. Woran starb sie also? Die Aeate meinen, sie sei, nachdem sie daS ihrer Annahme gemäß tödtliche Pulver ge nommen, an dem Schrecke», nunmehr sterben zu müssen, gestorben. DaS medizinische Fachblatt .The Lancet" erinnert der dieser Ange legenheit an den folgende» Fall, der sich im vorigen Jahrhundert zuartragen: Ein zum Tode Verurtheilter wurde den Aerzten auSge- netert. welche mit ihm ein psychologisches Experiment Vornahmen. Sie fesselte» ihn an eine» Tisch, verbanden ihm die Augen und sagten rhm dann, man werde ihm die Schlagader im Halse durch stechen und sein Blut herauSrinnen lassen, bis er vollkommen ver blutet sein werde. Man versetzte ihm in der That einen Stich in den Hals, aber nicht in die Ader; auch war der Stich ein ganz unbedeutender, nur mittelst einer Stecknadel gemachter: aus einem Syphon neben seinem Haupte Plätscherte ein leiser Wasserstrahl be ständig zu Boden, so dah der Unglücklichezdic akustische Täuschung haben konnte, daß sein Blut zur Erde rinne. Nach Verlaus von sechs Minuten war der Unglückliche vor TodeSsurcht gestorben. — Na. na! " AuSden .Geheimnissen der Sozialdemokratie" läßt sich die Kölnische Polkszeitung von ihrem Berliner Korrespon denten folgende Räubergeschichten berichten: „Für Leute, die sich nicht von vornherein durch ihr AeußereS als Arbeiter kenntlich machen, ist es jetzt nicht gerochen, sich in eine von Arbeitern belnchle Wirthschast zu wagen: auf argwöhnisches Ansinnen und inürrische Zurückhaltung stützt man sicher. In manchen Arbciterkncipen warnen röche Plakate vor politischen Gesprächen: in anderen Kneipen wieder hat man sinnreiche Vorkehrungen getroffen, um dem Stammpubli kum erkennbar zu machen, wenn nach Ansicht des WirtheS „die Luft nicht rein ist". In emcni von Arbeitern vielbesuchten Lokal der äußeren Louisenstadt befindet sich zu dem Zweck am Buffet eine große Tabakdose, die auf der einen Seite schwarz, ans der anderen roth gefärbt ist. Zeigt die dem Lokal znaekehrtc Seite „rvth", so ist, nach Ansicht des hinter dem Schanktische hantirenden Wirthes „die Luft rein": glaubt er aber, einem neu eintretenden Gaste miß trauen zu dürfen, so genügt eine Drehung und die Dose zeigt den Gästen das warnende „Schwarz", welches am besten mit „Vor sicht !" oder „Habt Acht!" gedeutet wird. Sv kann cs komme», vatz beim Eintritt eines fremden Gastes Plötzlich alle Gespräche ver stummen, und den Fremdling bald cm nnheiniliches Schweigen um fängt, das höchstens durch einige anzügliche Redensarten und Ber liner Witze unterbrochen wird. Kurz nach Erlaß des Sozialisten gesetzes hatten die sozialdemokratischen Wirthe bereits ähnliche Ein richtungen getroffen; im Lause der Zeit hatte sich aber daS Miß trauen ziemlich gelegt, bis cs neuerdings wieder in ausgedehntestem Maße hervorgebrochen ist. * Im Klavier. Ans London schreibt man: „Der in Put- ney wohnende Gutsbesitzer Morland reifte im Mai mit seiner jungen Gattin aus mehrere Wochen nach dcm,Kontinenl und ließ zur Be wachung seines Besitzes ein halbes Dutzend Mägde zurück. Am M. Juni kehrte das Ehepaar heim, am Abend setzte sich Frau Morland an's Klavier, uni einige Operetten-Arien, die sie in Paris gehört, zu spielen, da drang ihr aus den, geöffneten Fliiael ein penetranter Geruch entgegen.HeEincr Ohnmacht nahe, ries sie ihren Gatten herbei: dieser forschte nach und fand auf den Saiten des Resonanzbodens die zerstückelte Leiche eines neugeborenen Knides. Morland eilte nach der Polizei und äußerte da seine Bedenken, die Mägde, die er sämmtlich für sehr brav und ordentlich halte, einer beschämenden Untersuchung preiszugeben. Am der Polizei gab man dem Gutsbesitzer den findigen Detektive Buttler mit; diesen stellte er am nächsten Morgen dem Harrshalte als einen Freund Vor; Butller sagte jovial, Herr Morland gebe zur Feier seiner glücklichen Heimkehr einen kleinen Schmaus für die Dienerschaft, sie mögen ein wenig tanzen, nur Appetit zu bekommen. Er selbst setzte sich an den Flügel, begann einen lustigen Walzer zu spielen, die Mädchen drehten sich luftig im Kreise, mit Ausnahme der Jr- länderin Annie M'Eaters. die sich todtcnbleich an die Wand lehnte. Sofort erhob sich Buttler, ging an! Annie zu und sagte: „Du kannsttanzen, die Leiche Deines KindcS liegt nicht mehr darin." Das Mädchen siel aus die Knie und gestand, ihr Kind, die Frucht eines Verhältnisses, das sie mit dem Kaufmann White unterhalten, ermordet und im Klavier versteckt zu haben." »sie Llvrm. I) sk6 n ^in Sev SV LI, empfiehlt sein reiche- Lager von ««»»,«>», VNoder» und Plt«i>>»etoltern - vull«», Jmitirte ««N» ä Satz 15 Mk. Veihbäll-ch Eisenbein v. Mon. 4Mk., all, BiUardatensitien MnelriHige MulMiM-rL zwischen WiImrg-HklDland- Nordtrneii. LiÜM-vLmxssr „kriess", Lrxt. -ob», fährt ^«,lei, t»lon««ax und stn«, Morgens V Uhr, von Unmkui-u: und folgenden TageS zurück. l8o»nt«L8 Lxtin1»l>rto„. Nähere« r Friesische Da,»psschisssal,rt«-GefeUschast. Han«bukg, Steinl,öst i. 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