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IN» - 1U8 — s«t«e Augenbrauen zogen sich finster zusammen. Aast empfand sie Furcht vor ist«, zu dem sie doch bewnndernd ausbltcken mutzte. „Sie weisen mich jetzt zurück," sagte er dumpf. «AVer ich schwöre Ahne« zu. da« Lie die Meine werden sollen." Sie suchte ihre Hand zu befreien. ..Lassen Lie mich. Herr Baron." sagte sie zürnend ..Lie sind frei! Aber mein werden Sie doch, Hedwig! Ach schwöre eS,- denn ich liebe Lie, und ich will ohne Lie nicht mehr leben!" Mizzi und Emm», die soeben ans der Halle herbcicilte», störten sie. Hedwig begrüßte diese Störung mit Freuden,- mit einer stolzen Bewegung verabschiedete sie sich von Arnold und lies, sich von den beiden Kindern wieder in den Saal zurücksühren. Arnold strich sich mit der Hand über die Stirn. Der finstere Ausdruck ver schwand aus seine» Auge» und machre einem freundlichen Lächeln Platz. ..Du warst mal wieder recht ungeschickt und wild." sagte er zu sich selbst. . Wir sind hier nicht in den Hinterwäldern von Wild West...., aber ich habe es geschworen, und ich halte mein Wort." Damit begab er sich zu dem Grasen, ihn um einen Wagen zu bitten, der ihn nach Tvteninovs, seinem neuen Besitztum, dem «alten Eulennest", bringen sollte. »Jetzt, einige Tage vor dem Feste, willst Du nach Totenmoos?" fragte der Graf erstaunt. „Du wirst doch das Fest mit uns verleben-'" „Gewiß, Onkel. Ach möchte nur in Totenmoos einige Anordnungen für Meine llebersiedlung treffen. Ach werde doch dort wohnen." „Hm." machte der Graf, „wenn Du — wenn eS nach mir ginge —" Arnold lackte. ..Verzeih', Onkel, aber ich bin ein Mensch der Tatsachen geworden und gebe auf Hoffnungen und Erwartungen nichts mehr. Bekomme ich also den Wagen?" „Natürlich, wenn Du durchaus willst! Wann bist Du zurück?" „Ach schicke Dir den Wagen morgen wieder. Ach selber komme am Tage vor dem Feste mit meinen eigenen Pferden zurück." „Wenn Du nur geeignete Kutschpferde in Totenmoos vorsindest?" „Ach habe schon dafür gesorgt, Onkel. Ach kaufte in Hamburg zwei russische Auckcr, sie müssen bereits in Totenmoos angekommen sein." „Ei der Tausend! Da bin ich doch neugierig!" „Du sollst sie in einigen Tagen sehen, Onkel. Es sind ein Paar muntere Tiere." Arnold verabschiedete sich und fuhr noch an demselben Tage nach dem ein samen Totenmoos hinaus. Der Baron hielt Wort. -Nach drei Tagen bereits hielt sein Schlitten vor Lchlos, Heidhaus. ES war kein elegantes Luxusgefährt, sondern ein kleiner, alter Schlitten mit einer dicken Pelzdecke — dem Felle eines grauen Bären, den Arnold selbst erlegt hatte. Aber vor dem Schlitten stampften zwei herrliche schwarze Nosse den Boden. Dampfend stieg der feuchte Nebel von ihren Nücke» aus, ihre Augen sprühten Feuer, und weiher Schaum flockte um ihr Gebiß. „Donnerwetter, Arnold," ries der Graf, „was hast Du da für ein Paar Teufelskerle? Das ist ja ein prächtiges Gespann!" „Aa, Onkel, — bloß noch ein bißchen wild. Sie müsse» noch eingcsahreu werden,- wären mir dreimal beinahe durchgegangen: ich bin aber auch in zwei Stunden von Totenmoos hergefahren." „Alle Wetter! Sonst fährt man fast vier Stunden! Na, nun komme aber herein: Deinen Kutscher hast Du wohl nicht mitgebracht?" „Habe noch keinen. Onkel," lackte Arnold. „Ach mutz daher die Pferde selbst besorgen. Entschuldige mich einige Minuten." Ein leichter Ziingenschlag — kerzengerade stiegen die Rappen in die Höhe, die kräftige Sand Arnolds zwang sie jedoch nieder — ein klatschender Peitschen hieb —, die Pferde bäumten sich abermals aus und wollten davonrasen, aber ihr Herr hielt sie fest in den Zügeln, so daß sic zitternd und gehorsam sich seinem Willen fügten. Langsam fuhr Arnold um den Hof, hielt dann vor dem Stall und übergab die schönen Tiere den Stallknechten. „Du verstehst ja famos mit Pferden umzugchen!" sagte der Graf, alS sein Neffe mit ihm und den Damen bei Tisch? saß. „Trotz bricht nur mit Gewalt," entgegnet? Arnold. „Ein fester Wille besiegt Eigensinn und Wildheit!" -»-»-» . M»- Sein Blick traf scheinbar zufällig das Auge Hedwig», deren Wangen eine leichte Nöte überhauchte. Sollten diese Worte aus sie gemünzt sein? Oh, ihr Wille war eben so fest wie der seinige! Und stolz und heranSfvrdernd erwiderte sie seinen «lick. Am anderen Tage — am Tage vor Weihnachten — fand eine Schlittenfahrt nach dem benachbarten Wallermühlen statt, um für die dortigen Beamten und Angestellten die WethnachtSbescherung abzuhalten. Als die Schlitten vorsuhren, betrachtete der Graf mißtrauisch die tänzelnden, unruhigen, mit den Gebissen spielenden Rappen seines Neffen. „Willst Du nicht lieber ein Paar von meinen Pferden nehmen. Arnold?" fragte er. „Die Detnigen scheinen das Schellengeläut und all den Wirrwarr einer Schlittenfahrt noch nicht vertragen zu können!" „Bah. Onkel, ich gewöhne sie daran!" «Aber wenn ein Unglück geschieht?" „ES braucht ja niemand mit mir zu fahren, der sich fürchtet." entgegnen Arnold. „Die Plätze sind ja schon verteilt. Herr von Studnitz fährt mit Gerda und der Tante — Du, lieber Onkel, fährst Mizzi und Emm» — folglich bleibt Fräulein Hedwig für mich. Wenn Sie sich jedoch fürchten, Fräulein Hedwig, so finden Sie noch in Onkels Schlitten Platz." „Ach fürchte mich nicht," erwiderte Hedwig ruhig, dem ironischen «lick Arnolds stolz begegnend. „Sv bitte ich Sie, bei mir Platz zu nehmen." tSortsetzung folgt.» Geschütz und Luftdruck. Bon Dr. Ludwig Stab». An allen Zeitungsberichten über die Eroberungen feindlicher Festungen wird übereinstimmend auf die schrecklichen Berhccrungen hingewiesen, die unsere schwere Artillerie an den Befestigungen ungerichtet hat. Meterdtcke Mauern sind in tausend Stücke zerschlagen, die Stahlwände der schweren Panzcrtürme, die bisher für unüberwindlich gehalten wurden, sind auseinander gerissen und bei seite geschleudert, und wo die Granaten auf den Erdboden aufgeschlagen sind, da haben sie Löcher gerissen, in die man Häuser hineinstellen kann. Diese furcht baren Wirkungen sind nun keineswegs den Eisen- oder Stahlteilen des Geschosses zuzuschreiben, sondern dem Lustdruck, der durch die Explosion der in der Granate enthaltenen Sprengstoffe hervorgernfcn wird, und der so ungeheuer ist, datz wir uns nur schwer eine richtige Vorstellung davon machen können. lim diesen Wirkungen des Luftdrucks aus den Grund zu gehen, müssen wir zunächst die beiden grundverschiedenen Arten der in Betracht kommenden Ex plosionen ins Auge fassen. Um ein Geschah aus dem Kanonenrohr oder Gewehr herauszuschleudern, gebrauchen wir die Explosivnskraft des in der Patrone ein- geschlossenen Schießpulvers. Das Pulver wird durch Schlag, Stoß oder auf elek trischem Wege entzündet und verwandelt sich sofort in Gas, das in sehr großen Mengen in dem festen Pulver chemisch gebunden ist. Da dieses Gas bei der Entzündung keinen Raum hat, sich seinem Bestreben nach unbeschränkt aus zudehnen, so erzeugt es sofort einen ungeheuren Druck nach allen Seiten. Diesem Druck, der aus mehrere Tausend Atmosphären ansteigen kann, sehen die starken Wände des Patronenlagers erfolgreichen Widerstand entgegen, und nun stürzt sich der ganze Druck auf die einzige widerstandsunfähige Seite, auf das Geschoß, das diesem Druck weichen mutz und mit einer Anfangsgeschwindigkeit von 800 bis 1000 Meter pro Sekunde auö dem Lauf herausgeschleudert wird. Sobald die Pulvergase die Mündung des Laufes erreichen, können sie sich beliebig in dem freien Raum ausdehnen, ihre Kraft ist erloschen. Wenn nun auch diese Er vlosion sehr schnell, in dem Bruchteil einer Sekunde vor sich geht, so beansprucht cs doch eine gewisse Zeitdauer, ehe die ganze Masse explodiert, infolgedessen stoßen die Gase fortwährend aus das Geschoß, solange es sich im Rohr befindet. Die Explosion des Pulvers soll also in diesem Fasst lediglich als Treibkraft wirken Bei diesem Austritt der Gase aus dem Rohr in die Luft verursachen sic selbstverständlich einen Luftdruck, da sie mit großer Gewalt aus der Mündung heransgeschlcudert werden und die Luft an dieser Stelle stark verdichten. Aber dieser Lustdruck ist nur auf einen kleinen Raum beschränkt und lange nicht so stark, wie gewöhnlich, selbst bei kleinen Geschossen, angenommen wird. Man hat im Laufe des Krieges oft gehört, datz Tote gefunden worden sind ohne jede Ver letzung, und von verschiedenen Seiten ist daraus hingewiesen worden, daß diese Todesfälle durch den Luftdruck einer Kugel verursacht worden seien. Wenn eine Kugel, so wurde ausgeführt, in ihrer ungeheuren Geschwindigkeit dicht am Ohr 13000 «krk krunäslücks- Ln- unü Verkante. üketterer erfahr. Landwirt jucht ü mii 00 80 000 Mark 2. -Supoitiek, mit i:!OV ,//... „„ Nachlaß oder Annahme einer! Anzahlung schuldenfr. Baust-, w. 9000 ^ zugez. w. können, zu verkaufen. AMURS Offerten unter M. X. S77 an „Jnvalidcndank". In bester sonniaer Lage des Schweizer-Viertels, in stiller, vornehmer varte-n-VNIr» ist die l. od. II. Elage mit sieben Hellen, meist großen Zimm., Bad, Blumenveranda, eleklr. Licht, tadel los hergerichtek, sofort od. später zu vermieten. Anfr. v. T.7330 an Rudolf Masse, Dresden. LU evt. zu kaufen. Lausitz bevor zugt. Agenten verbeten. Off. n. I». o. »87 „Anvalidendank" Dresden. 2ür einzelne Dame oder kinder- y loses Ehepaar sofort zu ver mieten. 2 heizbare Zimmer, Küche und Zubehör. Laubcgast, Schobers». 4, 2. r. Schöner großer Laden mit Wohnung, sehr passend für Handle», iit einem groß. Dorfe, m; Min zu minielt».! 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