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selbst vertritt. — Den Bewerbern war ja freier Spielraum ge lassen und sie konnten sich nach Belieben betätigen. Ein stimmig erhielten den Ersten Preis zuerkannt die vier Ent würfe mit dem Kennworte „Bücherfreund“ I, II, III, IV von Paul Zieske (Berlin). Diese vier Arbeiten verdienen als Ge samtleistung wegen ihrer tadellosen Lösungen den ersten Platz. Bei jedem Entwurf erscheinen Signet, Schrift, Um rahmung, Kaumverteilung und Wortlaut wie aus einem Guss. Mit einfachsten Mitteln entstanden dem Gedächtnis leicht einprägsame Formen, die künstlerischen Ansprüchen ge nügen und zugleich der W erbung dienen. W ie fein stimmen die drei gesetzten Leuchter überein mit dem einfarbigen Um schlag „Der Heilige Hain“. Als Gegenstück mit zierlichem Aufbau gibt sich das Signet der Ankündigung des Inselver lages, dessen schöngeistige Bestrebungen betonend. Auch das Geschäftszeichen auf der Karte des Architekten Hein rich Platen (Charlottenburg) an die nordische Baukunst an klingend, ist eine vorzügliche Arbeit. Mit dem Innenplakat „Bernhard-i-Kopf“, dem der Zweite Preis zuerkannt wurde, ist Erich Pfeiffer (Leipzig) ein guter W urf gelungen. Auf Fernwirkung berechnet, verbinden sich die Extrafette Bernhard-Fraktur mit dem nach links geneig ten Kopf; er ist gesetzt aus Cicerogevierten und -diagonalen, und nur das Auge besteht aus zwei runden Cicerostücken. Die Hervorhebung der W agrechten durch die farbigen Zwi schenlinien und die Verjüngung des Satzbildes nach unten stimmen überein mit der freien Stellung des Kopfes. Ein verkleinertes Plakat, auch als Packung verwendbar, ent warf und setzte Maximilian Bauer (Magdeburg); sein Ent wurf mit dem Kennwort: „ElbeIII“ erhielt den Drit ten Preis. Das unterlegte leuchtende Grün, das tiefe Schwarz und der weisse Elefant fallen schon von weitem ins Auge. Wuchtig ist das W'erbeblatt „Künst lerische, sacligemässe Re klame“ mit dem aus Linien material gesetzten Saurier und die Zigarettenpackung „W'enesti'^NeunterPreis); beide Entwürfe konnten hier im Texte nur schwarz gedruckt werden. An Stelle der schraffierten Linien sind in den Originalent würfen ockerfarbige Ton linien ausgetuscht. Die Beispiele eignen sich auch als auf fallende Anzeigen oder als markante Reklameschilder. Der Vierte Preis (Kennwort „Gesetzt“) des Kollegen Alfred Graness (Leipzig) zeigt neue Wege im Setzen von gediegenen Negativschriften. Aus älterem Linienmaterial gesetzt, wie es in den meisten Druckereien vorhanden ist, dürfte diese Satz kunst manchen Entwerfer dazu anreizen, ähnliche Versuche zu wagen. Monumental hebt sich die neuzeitliche weisse gotische Schrift ab von dem schwarzen Hintergrund; das ge setzte Signet, mit unterlegtem Ton, auf die Spitze gestellt, schmiegt sich an die Schrift an und tritt als W erbezeichen stark hervor. Ulid, die Zigarette des Sportsmanns (Fünfter Preis, Kenn wort: „Litlie Nr. I “, zweifarbiger EntwurfvonWilhelm Heuer, Hamburg), bringt den Reiter in Verbindung mit dem Namen, der im Original mit einem hellgrünen Ton unterlegt ist. An dessen Stelle setzten wir in der Wiedergabe imTexte schraf fierte Linien ; nunmehr tritt der Name in Grauwirknng hervor. Märchenduft und Zauberland spiegelt der Buchumschlag (Achter Preis, Kennwort: „Maiglöckchen I") des Kollegen B.Ilafki (Berlin). Die Krone und die Zipfelmütze, als Symbol des Hohen und des Niedrigen, geschmückt mit aufstreben den zweifarbigen kantigen Blätterleisten, fanden bisher in der Satztechnik noch nicht Anwendung. Selbst die Ilaupt- zeile bietet einen besonderen Reiz in Verbindung mit den Groteskversalien des Textes. Mit dem linear gesetzten Wolkenkratzer (Neunter Preis, Kennwort „Wettbewerb 1923 I“), den Ernst Bauz (Berlin) einsandte, harmonieren die W r albaum-Antiquaversalien des Textes sehr gut. Durch die Sperrung der Zeilen wurde eine passende Plattform geschaffen für das Himmel anstrebende desGeschäfts- hauses als Wahrzeichen. Doch erscheinen die drei Tore des mittleren Flü gels zu klein im Verhältnis zum Ganzen. Originell ist auch der zwei farbige Briefkopf (Fünf zehnter Preis, Kennwort: „Neue W r ege II“), entwor fen von A.Todtleben (Dres- den).DasSignet,ein picken der Hahn, dürfte sich für alle Werbezwecke der be treffenden Firma eignen. ZIGARETTEN/ZIGARREN Oben und unten: IX.Preis. Kennwort „EJbeH“. Entwurf: Maximilian Hauer (Magdeburg). Original: Schwarz und Ocker. Material der Schriftgiesserei H. Berthold A.-G. (Berlin).