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14 Werner Köhler, Gießen; lobende Erwähnung Recht originell ist derVersucb, den Namen der Heldin des Romans bewegt-konstruiert darzustellen. Der Titel gewinnt bedeutend, wenn das Wort »Madame« im Schriftgrad der übrigen Zeilen gehalten wäre davon 8 Bäderfilialen und 82 in Groß- Berlin, wovon 37 direkten Fernsprech- Anschluß an die Zentrale haben. Der Ver lag Ullstein hat 155 Fernsprechamtslei tungen und 772 Fernsprechnebenstellen; die Fernsprechzentrale stellt durchschnitt lich täglich 19000 Flausverbindungen und 24000 Verbindungen vom und zum Fern sprechamt her. Das Tempelhofer Druck haus wurde seit der Inbetriebnahme im Herbst 1926 bis zum Ende des Jahres 1929 von über 25000 Personen besichtigt. Der Verlag Ullstein kann auf seinen Zeitungs- Rotationsmaschinen in einer Stunde eine Auflage von 1000000 Exemplaren von je i6Seiten Umfang, fertig gefalzt, herstellen. 12110 000 Bogen von je 4 Seiten, also 48440000 Seiten werden täglich gedruckt. In seinen Druckereibetrieben sind 89 Zei- tungs - Rotationsmaschinen beziehungs weise Aggregate, 61 Illustrations-Rota tionsmaschinen beziehungsweise Aggre gate, 56 Flachdruck-Schnellpressen, 15 Offsetmaschinen, 5 Tiefdruck- und8oSetz maschinen. Im Jahre 1929 wurden durch die Schnellgießerei an Druckplatten für Tageszeitungen hergestellt; 910000 Stück ä 12 kg=i0920000 kg=l092 Eisenbahn waggons. Die Auflagen der Blätter des Verlages Ullstein wurden notariell am 4. April 1930 wie folgt bestätigt, und zwar nach dem Durchschnitt der letzten drei Monate (Januar, Februar, März 1930): Vossische Zeitung 72 380 do. Sonntagsausgabe allein . . 86810 Zeitbilder 88 180 Berliner Morgenpost 623 010 do. Sonntagsausgabe allein . . . 698 960 Berliner Montagspost 145 070 B. Z. am Mittag 170 440 Tempo 139110 Berliner Allgemeine Zeitung . . 51 880 Wohnungs-Tausch-Anzeiger . . 6 290 Die grüne Post I OH 420 Berliner Illustrirte Zeitung ... I 851 690 Die Dame 52 730 Das Blatt der Hausfrau 526 710 Uhu 209 350 Koralle 44 190 Der Querschnitt 20640 Verkehrstechnik 2 880 Bauwelt 11 770 Deutsches Bauwesen 8 330 Der Verlag Ullstein hat eine Tagespro duktion von durchschnittlich 80000 Ma schinensatzzeilen. In seinen Kraftzentralen wurden im letzten Jahre 5 858000 Kilowatt stunden erzeugt. Im letzten Jahre hatte der V erlag einen Papierverbrauch im Werte von über 22 Millionen Mark. 2997Waggons Zeitungspapier ä 10000 kg=2997ooookg wurden verbraucht.In der eigenenWalzen- gießerei werden jährlich ungefähr 10000 Druckwalzen hergestellt. Der Verlag Ull stein hatte im Jahre 1929 einen Verbrauch von 36 000 kg Kupfer, 126000 kg Blei und 41000 kg Zink. Die vorstehenden Angaben vom 30. März 1930 sind entnommen aus dem letzten Heft der »Ullsteinberichte«. ROMAN VON HERBERT BALDUS B E R LI N 19 3 0 VERLAG DER BÜCHERGILDE GUTENBERG Buchgewerbe in Leipzig unter der Verantwortung von Hugo Steiner-Prag eine drei bändige Folioausgabe von Lessings Briefen (Preis pro Band 225 Mark). Ist es schon eine Sinnlosigkeit, Briefen, also ganz intimen Dokumenten, die Feierlichkeit eines Foliodruckes angedeihen zu lassen, so beweist überdies noch die .Anordnung“, die Herr Steiner-Prag für gut befunden hat, kein großes Verständnis für die typographische Aufgabe. Damit ja die Seite recht zerrissen wirkt, befindet sich zwischen zwei Briefen ein großes Loch, in das hinein der Name des Briefempfängers verloren wurde. Die Orts- und Zeitangabe ist einige Zeilen vom Briefe entfernt gesetzt, als wenn dies auch beim Schreiben von Briefen so üblich wäre. Vielleicht soll es auch bloß .vornehme Satzanordnung“ darstellen.« Das ist ein sehr hartes Urteil, dessen Berechtigung man nicht nachprüfen kann, weil man diese Lessing-Ausgabe nicht zu Gesicht bekommt; denn wer soll für den Band 225 Mark bezahlen? Angesichts dieser Tatsache ließe sich die Kritik gegen die ganze bibliophile Bewegung überhaupt erweitern; denn wir sind der Ansicht, daß man, bei aller Wertschätzung bibliophiler Ausgaben, doch die Kirche im Dorfe lassen soll. Bezüglich der »vornehmen Satzanordnung« sind wir der Meinung, daß auch an anderen Stellen manchmal zuviel des Guten getan wird. Bei der Be urteilung von Bachmairs Kritik muß man bedenken, daß er durchaus ein kenntnis-