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Typographische Mitteilungen
- Bandzählung
- 27.1930
- Erscheinungsdatum
- 1930
- Sprache
- Deutsch
- Signatur
- Z. 4. 6055-27.1930
- Vorlage
- SLUB Dresden
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Unterstützt durch
- LDP Sachsen
- Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id51204371X-193000002
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id51204371X-19300000
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-51204371X-19300000
- Sammlungen
- Gebrauchsgraphik
- Kunst
- Saxonica
- LDP: SLUB
- Strukturtyp
- Band
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
- Ausgabebezeichnung
- 2, Februar
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
- Ausgabebezeichnung
- 3, März
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitschrift
Typographische Mitteilungen
-
Band
Band 27.1930
-
- Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis -
- Ausgabe 1, Januar 1
- Ausgabe 2, Februar 33
- Ausgabe 3, März 65
- Ausgabe 4, April 89
- Ausgabe 5, Mai 121
- Ausgabe 6, Juni 153
- Ausgabe 7, Juli 185
- Ausgabe 8, August 217
- Ausgabe 9, September 249
- Ausgabe 10, Oktober 281
- Ausgabe 11, November 313
- Ausgabe 12, Dezember 345
-
Band
Band 27.1930
-
- Titel
- Typographische Mitteilungen
- Autor
- Links
- Downloads
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Die ersten zwei Aufgaben Die Johannisfestkarte soll im DIN-Format A 6 (Postkartengröße) ein- oder zweifarbig entworfen werden. Karton- und Farbenwahl steht frei. Mehr als zwei Druckgänge unzulässig. Text nicht vorgeschrieben, muß aber dem Zweck entsprechen. Nur Schriftgießereimaterial; Zeichnung und Schnitt nicht zulässig (weil für später vorgesehen). Kontrollabschnitt ist im Entwurf zu berücksichtigen (Streifen oder Ecke). Kennwort in die linke untere Ecke. Letzter Tag der Ein sendung: 19. März 1930. — Die zweite Aufgabe soll dem modernen Buche gewidmet sein. Titel und zwei Seiten sind zu entwerfen, und zwar für zwei Bücher der Büchergilde Gutenberg mit verschiedenem Inhalt. Format für beide Entwürfe ist DIN A 5 (14,8 x 21 cm). Danach soll der Satzspiegel skizziert werden. Am Fuß in der linken Ecke ist das Kennwort, in der rechten die gewählte Schrift und die Gießerei anzugeben oder die Setzmaschine, auf der die Schrift ist; ebenso soll bei den Titelentwürfen verfahren werden. Letzter Tag der Einsendung: 19. April 1930. Titel des einen Werkes: »Madame Lynch. Roman von Herbert Baldus. Verlag der Büchergilde Gutenberg. Berlin 1930.« Der Inhalt behandelt Vorgänge aus dem Kriege der südamerikanischen Staaten um die Mitte des vorigen Jahrhunderts; stark erotisch; eine Frau beherrscht den Diktator und ist mit am Kriege schuld. — Das andere Werk heißt: »Tiere, Sonnen und Atome. Von Curt Biging. Verlag der Büchergilde Gutenberg. Berlin 1930.« Stark illustrierte, leichtverständliche Einführung in das Werden und Vergehen der Welten. Bilder nach Zeichnungen. — Ein verschlossener Umschlag mit Namen und Anschrift ist jeder Sendung beizulegen; Kennwort auf diesem Umschlag und auf der Arbeit nicht vergessen, ebensowenig Ausweis über Mitgliedschaft. Sendungen an die Schriftleitung der »Typographischen Mitteilungen« adressieren, aber mit dem deutlichen Vermerk: »Wettbewerb.« Die Bewertung der Arbeiten wird von der Redaktionskommission der »Typo graphischen Mitteilungen« nach den Richtlinien des Bildungsverbandes vor genommen. An Preisen wird der Hauptvorstand jeweils gemäß der Anzahl der eingegangenen Arbeiten eine Anzahl Bücherpreise zur Verfügung stellen, als erste Preise Lederbände von Werken der Büchergilde Gutenberg; Geld preise sollen nicht verteilt werden; es handelt sich also gewissermaßen um ideelle Wettbewerbe, bei denen die Arbeiten der Mitglieder der Bewertungs kommission außer Wettbewerb gestellt werden. Die Entwürfe werden zugleich als Rundsendungsmaterial zusammengestellt und so unser Berufsbildungs material bereichern und vervollkommnen. Von den Entwürfen werden jeweils zwanzig bis dreißig veröffentlicht, und zwar mit Kritik und Nennung des Verfertigers sowie des Ranges, den der Entwurf in der Bewertung erhielt. Entwurf von W. Mauz, Eßlingen I ALBERT HEINZMANN I ESSLINGEN a. N. . URBANSTRASSE 27 BILDNISSE ALLER ART SOWIE VERGRÖSSERUNGEN MOD. INDUSTRIE- UND ARCHITEKTURAUFNAHMEN DIAPOSITIVE (AUCH KOLORIERT) ENTWICKELN UND ANFERTIGUNG VON ABZÜGEN FÜR AMATEURE Die Neujahrskarten dieses Jahres. Viel Gutes ist auch diesmal wieder geschaffen worden. Es ist eine Freude, zu sehen, wie sich die sachliche Typographie troiz aller Widerstände durchsetzt. Bei den Neu jahrskarten, wo geschäftliche Hemmungen nicht bestehen, konnte sich typographi sch esKönnen frei entfalten. Bei der großen Fülle der Neujahrskarten, die von allen Organisationszweigen der Buchdrucker: Ortsvereinen, Ortsgruppen, Bezirksvor ständen, Gauvorständen, Kreisvorstän den, Spartenvereinen usw. sowie von sehr vielen Einzelkollegen in besonderer An fertigung versandt wurden, erscheint es unmöglich, jeder Karte die Würdigung zuteil werden zu lassen, wie sie es ver diente. Es kann deshalb nur summarisch verfahren werden, und es können nur einige herausgegriffen werden, die aus dem vielen Schönen noch besonders her vorragen. Mitunter hat die »Dichteritis« den Kollegen einen Streich gespielt, so daß die gute Form durch das schlechte »Sprüch lein« in Poesie oder gehobener Prosa zu ihren Ungunsten beeinträchtigt wurde. Will man Glocken klingen lassen, dann nur in edlem Metall, auch in der Wort kunst. Reimschmiederei ist noch lange keine Dichtkunst. Wie schwer es aber ist, einen schwungvollen, poetisch ange hauchten Neujahrsglückwunsch zustande zu bringen, haben überdies einige ent sprechende Wettbewerbe bewiesen. Be merkenswert ist ferner, daß sich in sehr vielen Fällen die Kleinschreibung vorteil haft bemerkbar machte. Diese Bewegung also scheint in vollem Fluß zu sein und neue Anhänger zu gewinnen. Eine der besten Karten ist die des Ver bandsvorstandes, vornehm und modern, festlich und doch ernst, wie das solcher Körperschaft geziemt. Der Vorstand des Bildungsverbandes ging ganz elementar zu Werke; lediglidi durch die Farben Grau und Rot erhielt die Karte festliches Gepräge. Von den Karten aus unsern Ortsgruppen dürfen als ganz besonders gut gelungen erwähnt werden: Bremen, Düsseldorf, Gießen, Karlsruhe, Leipzig, Magdeburg, Minden, Nürnberg, Stettin, Stuttgart; von den Kreis Vorständen: Essen, Karlsruhe, München, Osten, Thüringen; von den Gauvorständen des Verbandes: Berlin, Frankfurt - Hessen, Oberrhein, Odergau, Ostpreußen, Schlesien, Würt temberg; von den Bezirks- und Orts vereinen : Aadien, Breslau, Freiburg, Karls ruhe, Nürnberg; von den Sparten: Berliner Handsetzer, Dresdner Drucker (hier lagen aber nur wenigeKarten derSparten vereine vor); Schulen und Lehrlingsabteilungen: Kunstgewerbeschule Breslau mit guter Photokomposition und schlechter Schrift verteilung; Berulsschule für Graphik in Frankfurt a.M.,eineSdrreibarbeit,sehr gut, aber für unsre harte Zeit nicht mehr pas send,als persönlichenGlückwunsdi ja,aber nicht für die Lehiergemeinschaft; Budi- gewerbliche Fachklasse Schneidemühl: nicht 1930, sondern 1903 machte man so etwas; Fachschule Sdiweidnitz: nicht neueste Typographie, wenn auch neue; Altenburg desgleichen; Limburger Jung buchdrucker: Kleinschreibung! Königs berger Lehrlingsabteilung: gut; ebenso Kaiserslautern. Unter den persönlichen sehr vieles Gute; aber nicht möglich, ein zelnes herauszugreifen. Im ganzen: Recht gut und erfreulich! Nur weiter so!
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