Fnrwurf: Karl Koch, Hamburg BACHULKENS AMÜSIEREN SICH Primärfarben und Neben-oder Sekundärfarben. Die Hauptfarben find Gelb, Rot und Blau; fie laffen Geh durch Mifchen nicht erzielen. Die Nebenfarben find Orange, Grün und Violett; fie flammen von den Hauptfarben und bilden die Gruppe der Nebenfarben erfter Ordnung. Orange ift Mifchung vonGelb und Rot,Grün eine folche von Gelb und Blau, Violett aus Rot und Blau. Weitere Mifchungen der Nebenfarben mit den Hauptfarben oder untereinander ergeben Nebenfarben zweiter Ordnung, wie die ver- fchiedenen Braun-, Oliv-, Grautöne ufw. Unter Komplementär-,Gegen-oderErgänzungsfarben verlieht man ein Farbenpaar, in dem zufammen die drei Grundfarben enthalten find, wie zum Beifpiel Blau und Orange (Orange aus Gelb und Rot), Rot und Grün (Grün aus Gelb und Blau), Gelb und Violett (Violett aus Rot und Blau). Des weiteren unterfcheiden wir warme und kalte Farben; fo wird die rote Farbferie als warm und die blaue als kalt bezeichnet. Warme reine und helle Farben find vorfpringend; kalte, trübe und dunkle Farben zurückweichend. DieFarbenharmonieifldasfchwierigfle Problem der Farbenlehre. Ohne auf die Syftematik der Farbenharmonie näher einzugehen, wollen wir uns weiterhin mit den in der Praxis erprobten und teilweife aufneuer wiffenfchaftlicherGrund- lage ermittelten Farbklängen befaffen. Als Ur- harmonie ift zu betrachten Gelb-Rot-Blau oder Gold-Rot-Blau oder Gold Purpur-Grünlichblau. Es harmonieren weiter folgende Zweiklänge miteinander: Rotbraun und Blaugrün, Gelb und Violett, Blau und Grau, Blau und Grün, Gelb braun und Blau, Weinrot und Grün, Violett und Gold, Violett und Grün, Bläulichgrau und Dun kelbraun, Gold und Dunkelblau, Chamois und Dunkelblau, Bläulichgrün und Chamois-Ton ufw. Auf das weitere Gebiet der Farben wird im folgenden Heft näher eingegangen.