wie auch dem Buchdrucker neue Arbeits- und Entwicklungsmög lichkeiten bringen. Nichts wäre wirkfamer, als wenn möglichft viele diefer Männer aus dem Setzerberufe hervorgingen. Viel wird von demFortbildungswillen der Kollegen abhängen. DieGeftaltungder Reklamemittel befindet fich feit den letzten zwan zig Jahren zum großen Teile in den Händen der Gebrauchsgra phiker. Der Graphiker fühlt fich aber wohl in den meiften Fällen als Künftler. Soll eine gründliche Befferung in der Reklametypo graphie kommen, fo muß mit dem gar zu mißbrauchten Worte »Kunft« endgültig Schluß ge macht werden. Neben der typographifchen Aus bildung des Setzers follte vor allem eine photographifche hin zukommen. Es ift viel wichtiger, daß der gute Anzeigen- und Pro- fpektfetzer zum Beifpiel in der Lage ift, ein Bild richtig zu be urteilen und im vorhandenen Raume zu placieren verlieht, ftatt mit dem Zeichenftift zu lieb äugeln, um das Ganze zu »ver- fchönem«.AußergewöhnlicheBe- gabungen unter den Setzern, die befondere Neigung für das Schrei ben und Zeichnen von Schrift zeigen, müßten rechtzeitig, mög lichft fchon als Lehrling, eine entfprechende Ausbildung erhal ten. Der größteTeil der Lehrlinge aber follte hauptfächlich im Ent werfen mit Blei- und Farbftift ge übt fein. Bei der Wichtigkeit des Bildfehens und-verftehens müßte auch Gelegenheit gegeben wer den, hierin befähigte Leute weiter zu entwickeln. Dafür kämen in erfter Linie folche in Betracht, die genügend Phantafie und Einfüh lungsvermögen haben, eigenar tige und werbende Bildkompo- fitionen zu erfinden und in die Tat umzufetzen, das heißt, felber mit der Kamerazu arbeiten. Der Beruf des Reproduktions-, Porträt- und BALL IM STADTTHEATER 19. MÄRZ 1927 BUFFET UND WEINKARTE HOTEL BAUR AU LAC ZÜRICH BALL IM STADT THEATER