2ie|töurant 3ut ^ctcfttmfytufec ittül;le Bf|ü^cr Heinrich ^5rer ENTWURF: W.CYUAX DRUCK: GEBR. FRETZ A.-G., ZÜRICH Filmphotographen fleht den neuen Anforderun gen werbender, inftruktiver Photographie min- deftens ebenfo fern wie der Schriftfetzer. Die Forderung nach entfprechender Ausbildungs möglichkeit für Setzer wäre ohne große Schwie rigkeiten leicht durchführbar. Vorausfetzung ift: eine zentrale Organifation und geeignete Lehrer. Räume und Einrichtungen ließen lieh in den Fach- und Kunftgewerbefchulen unterbringen. Wie aus meinen bisherigen Darlegungen zu erfehen ift, bin ich der Überzeugung, daß der Beruf des Setzers in Zukunft immer gefteigertere Anfprüche an den einzelnen ftellen wird. Heute ift es noch gut möglich, alsHandfetzer mit eini gem Gefchick unterzukommen: die Anfprüche der Kundfchaft find oftmals noch recht primitiv, und die meiften Druckarbeiten werden nach einem langweiligen, verrofteten Schema ge macht. Es ift fehr wahrfcheinlich, daß hier in Zukunft mancherlei anders werden wird. Da durch, daß die Setzmafdiine viele rein mecha- nifdre Arbeiten in neuerer Zeit auch bei den Reklamedruckfachen erledigt, bleibt für den Akzidenzfetzer nur noch die Gefchmack und Ge fühl erfordernde Tätigkeit übrig. Die auf diefen Seiten gezeigten Arbeiten find im Laufe der letzten Monate als Aufträge der Kundfchaft ausgeführt worden. In den meiften Fällen war es gar nicht nötig, dem Kunden eine befondereEinführung zu geben,wiedasfonft oft bei neuen Dingen zu gefchehen pflegt. In ihrer Farbenfreudigkeit und Einfachheit fprechen fie zum Menfchen. Und damit ift ihr Zweck erreicht. Durch die Difziplinierung der Phantafie in das ftarrtypographifche Kleid erhalten fie etwas Un gebundenes, Unmodifches. Zur Satzherftellung möchte ich bemerken, daß der Entwurf auf ka riertes Nonpareillepapier fix und fertig mit Farbftift oder in Aquarell zum Satz kommt. An Hand diefes»Bauplanes«kann rechnerifch genau gearbeitet werden. Die einzelnen Farbformen werden von Anbeginn getrennt gefetzt. Nach trägliche zeitraubende Änderungen kommen Überhaupt nicht vor. Walter Cyliax, Zürich