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w No. 11 und 12 erscheint als Oster-(Doppel-) Nummer am 30. März. "W Erscheint am 15. und 30. jeden Monats. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen u. durch die Post. (Zeitungs-Liste No. 6218). Abonnement */< jährlich 2 Mk., */ 2 jährlich 4 Mk., jährlich 8 Mk. Zusendung unter Kreuzband 50 Pf. mehr. Abonnement für das Ausland: bei direkter Zusendung inkl. Porto 1 / 4 jährl. 3,50 Mk., i/ajährl. 7 Mk., jährl. 14 Mk. Inserate werden nach Tarif berechnet, bei Wiederholungen wird Rabatt gewährt. No. 10. III. Jahrgang. Berlin W., den 15. März 1899. Preis der Nummer 50 Pfg. Radsport und Schönheit. Von A. Kelch. (Nachdruck verboten.) RJlBw en meisten Menschen fällt es unendlich MmhHSI schwer, einer Neue rung, sie möge heissen wie sie wolle, Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Was hat man dem Radfahren nicht alles nachge sagt! Dass es gesundheits schädlich sei, glaubt heute nicht leicht jemand mehr; als ein Feind der Schönheit ist es noch immer verschrien, und gerade neuerdings bemüht man sich, ihm so ziemlich alle überhaupt vor kommenden Entstellungen in die Schuhe zu schieben. Je weniger begründet diese Behauptungen sind, mit um so grösserer Be stimmtheit werden sie gemeinhin aufgestellt, und es giebt nur zu viele Menschen, die leichtgläubig und gedankenlos genug sind, alles für bare Münze zu nehmen, was ein schwarzgalliger Hypo chonder in seinem Unmut zu sammenschreibt. Und doch be darf es für jeden halbwegs Vor urteilsfreien nur einer kurzen Ueberlegung, um zu erkennen, Kronprinzessin von Rumänien. Eine hohe Protektorin des Radsports der Damen. Neueste Aufnahme aus dem Atelier Giacomo Brogil in Florenz. dass das Radfahren der Schön heit nicht nur nicht feindlich, sondern geradezu förderlich ist. Je mehr man sich in die Geheimnisse leiblicher Schönheit vertieft und allen Eigenschaften gewissenhaft nachspürt, die der äusseren Erscheinung eines Men schen den Ausdruck des An genehmen oder Gefälligen ver leihen, um so mehr kommt man zu der Ueberzeugung, dass sie allesamt zugleich Eigenschaften des gesunden oder wenigstens in seinen vorzüglichsten Funktionen nicht gestörten Organismus sind. Das Bestehen und Vergehen der wohlgefälligsten Eigenschaften ist an das Bestehen und Vergehen der Gesundheit geknüpft; ohne Gesundheit ist keine Schönheit möglich. Aus dem innigen Zu sammenhang, der zwischen Ge sundheit und Schönheit, Krank heit und Hässlichkeit besteht, er- giebt sich, dass alles, was der Gesundheit dienlich ist, zugleich die Schönheit fördert; alles, was die Gesundheit untergräbt, die Schönheit zerstört. Die Bedin gungen gesunder Entwickelung und gesunden Lebens sind dem gemäss auch die Bedingungen