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Erscheint am 15. und 30. jeden Monats. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen u. durch die Post. (Zeitungs-Liste No. 6218). Abonnement i / i jährlich 2 Mk., 1 / 2 jährlich 4 Mk., jährlich 8 Mk. Zusendung unter Kreuzband 50 Pf. mehr. Abonnement für das Ausland: bei direkter Zusendung inkl. Porto */ 4 jährl. 3,50 Mk., */a jährl. 7 Mk., jährl. 14 Mk. Inserate werden nach Tarif berechnet, bei Wiederholungen wird Rabatt gewährt. No. 18. III. Jahrgang. Berlin W., den 30. Juni 1899. Preis der Nummer 50 Pfg. Das Radfahren der Frauen. ber das Radfahren vom medizinischen Stand punkte überhaupt ist schon vieles und gutes ge schrieben worden. In Berlin kam es in wissenschaftlichen Kreisen wiederholt zu inter essanten Diskussionen über dieses Thema. Das aus diesem An lasse im Verein für innere Medizin erstattete Referat rührt von Martin Mendelsohn her, der es ausführlich in der Deutschen medizinischen Wochenschrift ver öffentlichte. („Ist das Radfahren als eine gesundheitsgemässe Uebung anzusehen und aus ärzt lichen Gesichtspunkten zu em pfehlen?“ Deutsche medizinische Wochenschrift, 1896, No. 18.) Es ist dies, wenn auch nicht alles einwandsfrei ist, eine schöne, höchst lesenswerte Arbeit. Zu nächst gilt natürlich vieles in ganz gleichem Sinne für den Mann, sowie für die Frau. Dass Frauen einfach deshalb, weil sie Frauen sind, nicht Gymnastik treiben sollen, darüber sind wir ja, Gott sei Dank, schon lange Aus unserem Album radfahrender Künstlerinnen. Kgl. sächsische Hofschauspielerin Hedwig Gasny, Dresden. Nach einer Photographie aus dem Atelier des Hofphotographen W. Höffert, Dresden. hinaus. Der rühmlichst bekannte Wiener Arzt Dr. Leopold von Dittel jr. macht nun in einem interessanten, das obige Thema behandelnden Aufsatze in den Mitteilungen desOesterreichischen Touring-Clubs (I. Jahrg., No. 6) darauf aufmerksam, dass im all- gemeinenFrauen, besonders beim Lernen, im Anfänge darauf Rück sicht nehmen müssen, dass ihre Muskeln nicht so trainiert sind wie die der Männer. Gewöhnlich ist der Mann von früher Jugend gewohnt, seine Muskeln zu üben, er treibt Gymnastik und irgend einen oder mehrere andere Sports, wie Reiten, Fechten, Schwimmen, Rudern etc., während die gym- nastischenllebungen in derForm, wie sie bis jetzt vom weiblichen Geschlechte ausgeführt worden sind, doch von geringerer Be deutung sind. Ich glaube — sagt Dr. von Dittel in seinen weiteren, hier wiedergegebenen Aus führungen —, dass jede gesunde Frau, jedes gesunde Mädchen den Versuch machen darf, eventl. soll, radzufahren. Ich sage Ver such nur aus dem Grunde, weil es bei diesem Sporte mit dem sicheren Vorhersagen der Wir-