Volltext Seite (XML)
Der jüngste Radfahrer Tirols. i. Sportsmann werden wird. sehen, welchen Eindruck solch ein Fahrer oder solch eine Fahrerin auf den Laien macht. Wir sollen daher, um die Vorzüge und Freuden unseres Sportes zu ge niessen, uns immer vor Augen halten, dass jede Uebertreibung abstossend und schädlich wirkt, die goldene Mittelstrasse dagegen immer die beste ist. Von Salzburg, dessen prächtige Lage und Sehenswürdig keiten jedes kleine Tourenbuch zur Genüge beschreibt, fuhren wir um 2 Uhr per Rad (hier hatte das Gewitter wenig gewütet) nach Hellbrunn mit seinem grossartigen Wasserspiel. Nach Salzburg in die „Traube“ zurückgekehrt, bestellten wir uns Zimmer, übergaben unsere Radel zum Putzen und Aufbewahren und unternahmen einen Bummel durch die Stadt. Zuerst be sichtigten wir, natürlich von innen, den Peterskeller, trennten uns nur schwer von dem guten Karlowitzer, um bald darauf im Stieglbräukeller ausgezeichneten Gerstensaft zu kosten. Das nächste Objekt unserer Beaugapfelung war die Festung, wohin wir per Drahtseilbahn gelangten. Weiter benutzten wir den „Elektrischen Aufzug“ zum Mönchsberg-Hotel und lenkten nach Einnahme einer Erfrischung unsere Schritte ins berühmte Bräu- stübl, wo jeder sich, wie im Münchner Keller, selbst bedienen muss. Ueber die Kreuzerbrücke zurück ins Hotel, hier sauber abgeputzt, genachtmahlt und ins Theater war unser letztes Thun. Nach dem Theater spielten wir im Cafe Bazar Karambol und legten uns dann zu Bette, um frisch und munter am Sonntag den Heimweg über Mondsee anzutreten. Durch die Linzerstrasse fahrend gelangt man in die untere Guigl (Dorf), dann schiebend den Rennerberg bei zwei Wirts häusern vorbei nach Strass, woselbst beim Kilometer - Stein 10 rechts die Abzweigung in anmutiger Wiesengegend mit schönem Anblicke des Schafberges, bei Unterdorf steil, nach Thalgau bringt. In Thalgau (hübsches Dorf am Fusse des kühn auf steigenden Schober) tranken wir beim Neuwirt einen Gspritzten, um den wir „Zupassten“ (Wetten, wer bezahlt). Ebene Strasse mit dem Drachenstein und dem Höllen gebirge zur Rechten bringt bald zu einem stark ansteigenden Hügel, nach dessen Bewältigung man gleich darauf auch schon den blauen Spiegel des Mondsees blitzen sieht. Mondsee (30 km von Salzburg, Markt in schöner Lage am Nordende des Sees, P. u. T., B., D.; Holzschnitzerei, Rad fahrerverein, Hotel Krone) ist ein historisch alter Ort, liegt so reizend schön, dass es nicht wundernimmt, wenn er immer mehr blüht und gedeiht, und zu dem Kranze der vorhandenen Villen jedes Jahr neue erstehen. Von der Mariahilfskapelle, die Eine Ferientour. Von Julius Heyl, Gmunden. (Schluss.) -4§ 4 jer bewölkte Himmel und ein bald darauf losbrechendes Gewitter brachten uns das erste Mal auf die Bahn, um nach Salz burg zu fahren. Viel hatten wir dabei nicht eingebüsst, denn die Fahrt per Rad nach Salzburg bietet, wie ich mich später ig überzeugte, äusser schlechter j? Strasse auf österreichischem Gebiete nicht viel Inter öl £ essantes. fäfäwl Der Abschied von unseren neuen Bekann ten war recht herzlich, und führte diese Bekanntschaft zu einem schönen Ab schluss, wie ich erwähnte. W as vorliegende Bild zeigt das 6jäh rige Söhnchen Heinz des I. Vor sitzenden des Tiroler Radfahrer- Verbandes, H. Bederlunger in Innsbruck, auf seinem „Veldidena“ - Knabenrade. Der Kleine erlernte.das Radfahren im „Veldidena- Velodrom“ in Innsbruck unter dem Unterrichte des bekannten Kunstmeister fahrers Felix Brunner in der erstaunlich kurzen Zeit von drei Unterrichtsstunden, was wohl zu der Erwartung berechtigt, dass der Junge, der gegenwärtig der jüngste Rad fahrer Tirols ist, mit der Zeit ein tüch tiger Aus unserem Bilderbuch radelnder Kinder. Heinz Bederlunger, das 6jährige Söhnchen des sitzenden des Tiroler Radfahrer-Verbandes in Innsbruck. Nach einer Photographie aus dem Atelier Max Ketzler, Innsbruck.