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Erscheint am 15. und 30. jeden Monats. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen u. durch die Post. (Zeitungs-Liste No. 6218). Abonnement 1 / 4 jährlich 2 Mk., 1 / 2 jährlich 4 Mk., jährlich 8 Mk. Zusendung unter Kreuzband 50 Pf. mehr. Abonnement für das Ausland: bei direkter Zusendung inkl. Porto */ 4 jährl. 3,50 Mk., Vajährl. 7 Mk., jährl. 14 Mk. Inserate werden nach Tarif berechnet, bei Wiederholungen wird Rabatt gewährt. No. 24. III. Jahrgang. Berlin W., den 30. September 1899. Preis der Nummer 50 Pfg. Radsportliche Betrachtungen. Von Fritz Schlesinger, Köln. (Fortsetzung.) Alle Rechte vorbeb alten. Nachdruck verboten. man nur mit an- ständigen, gesitteten Radlern zu rechnen gehabt hätte, wäre das ganze Verbot sicherlich auch unter blieben. Denn solchen Leuten wäre ihr eigenes Leben und das der Passanten viel zu kostbar, als dass sie aus purem Uebermut z. B. nachmittags die Zeil durchjagt hätten. Aber, wie schon erwähnt, ist es eine betrübsame, doch nichtsdestoweniger erwiesene Thatsache, dass sich vielfach unter den Radfahrern rohe Menschen befinden, die nichts darin finden, die öffentliche Sicherheit und Ordnung durch gemeines, brutales Benehmen aufs empfindlichste zu stören. Doch — zum Tröste der An ständigen unter den Pedal tretern können wir es sagen — diese Sorte von Menschen würde, wenn nicht ' auf dem Rade, so auf eine andere Weise sich frech betragen. Geradezu aus dem Herzen gesprochen sind mir die Edmond Jacquelin, Sieger im Grossen Preis von Berlin. folgenden, aus der Feder eines Pseudonymus „Ci vis“ stammenden Zeilen, die ich vor einiger Zeit in der „Süddeutschen Touristen- und Radfahrerzeitung“ in Mann heim las: „ ... . Leider sind auch unter den Radfahrern gar viele, die sich im Verkehr mit dem Publikum nicht makellos ver halten. Allerdings rekrutiert sich diese Sorte von Rad fahrern zum grössten Teile aus solchen der niedrigsten Klassen, insbesondere Hand werkern, deren Betragen auf ihren geringen Bildungsgrad und ihren Mangel an Fein gefühl, auf die Rohheit zurück zuführen ist, die ihr Verkehr und vielfach ihre Beschäftigung mit sich bringt. Anders ist es bei den Leuten, die den besseren oder besten Ständen angehören. Schon dieser Zu stand an und für sich müsste ein gesittetes, ruhiges Ver halten bedingen, um so mehr, da er gepaart ist mit einem bedeutend höheren Bildungs grad als der jener anderen. Leider wird diese Bedingung nicht immer erfüllt. Der Be weggrund ist eine Charakter rücksichtslosigkeit, Mutwillen,