Abschied und wurde zum Major befördert. Im Jahre 1930 zog ich nach Schleiz und trat in den Stahlhelm ein. Von 1933 an war ich in der SA. tätig." Im Mai 1941 wurde von Tümpling zur Wehrmacht ein berufen. Er kam nach Bad Orb im Spessart als Major z. V. und stellvertretender Kommandant eines Kriegsgefangenen-Mannschasts- Stammlagers. Dort starb er am 13. September an einer Herz muskellähmung. Eigener Lebenslauf und eine Ergänzung der Witwe. 2. Als zweiter Sohn wurde Rudolf Gündel') am 8. Dezember 1887 in Schönbrunn bei Wolkenstein geboren. Er besuchte sechs Jahre die Volksschule in Lommatzsch, wo sein Vater seit 1889 als Pfarrer amtierte, dann das Pro gymnasium in Meißen. Ostern 1901 wurde er Fürstenschüler und verließ 1907 St. Afra nach bestandener Reife prüfung. Seinen Wunsch, Offizier zu werden, gab er auf Zureden seines Vaters auf und diente als Einjähriger im Schützen- Regiment in Dresden. Dann studierte er zwei Semester Mathematik an der Technischen Hochschule in Dresden. Doch seine Neigung zur Offi zierslaufbahn war wieder erwacht, und so trat er 1909 als Fahnen junker ins Pionier-Bataillon 22 in Riesa ein. 1910 wurde er zum Leutnant befördert. Bei Ausbruch des Weltkrieges befand er sich auf der Militärtechnischen Akademie in Berlin. Er zog mit einem Landwehr-Pionier-Bataillon nach Rußland. 1916 heiratete er Edith Greiner. Der Ehe entsprossen zwei Söhne und eine Tochter. 1918 kehrte er gesund aus dem Weltkrieg als Hauptmann nach Riesa zurück. 1921 quittierte er den Dienst und trat in das Geschäft seines Schwiegervaters in Stützenbach i. Th. (Glasindustrie) ein. Bei Ausbruch des Krieges 1939 ging er wieder mit ins Feld nach dem Westen, dann nach dem Osten. Am 19. September 1941 erlag er als Major und Bataillons-Kommandeur einem Schlaganfall im Lazarett Mitebsk. In Feindesland wurde er zur letzten Ruhe gebettet. Mit Major Rudolf Gündel schied ein für alles Edle und Schöne begeisterter Mensch von echter Herzensgüte und ein treu sorgender Familienvater. Im Provinziallandtag des Kreises Merse burg war er als Abgeordneter tätig. In Stützenbach bekleidete er ') Ein Bruder, Richard Gündel, war Afraner *1898—1904; über ihn ver gleiche dieses Heft ^d), Nr. 46 pag. 54.