T 62 Ernst Hassebrauck, Kleines Dorfmädchen in Sebusein, Zeichnung 1927 Als Hegenbarth einundzwanzigjährig nach Dresden kam, wurde hier Ernst Hassebrauk (1905-1974) geboren. Der mithin eine Generation Jüngere machte 1927 seine erste Studien reise nach Böhmen, nach Sebusein, das in einem alten Reiseführer ein »Dorado der Künstler« genannt wurde. Hier zeichnete er einfache Jungen und Mädchen, einen Polizisten, einen »Säufer«, eine Wirtin vor dem Reklameschild »Elbschloßbier«. Wanderungen nach Libochowan und zum Milleschauer blieben nicht aus. Später, bei einer anderen Reise nach Böhmen, 1939, nun schon mit seiner Frau Charlotte, ließ es ihn weiter ausgreifen, sein erstarktes Interesse galt jetzt auch der Landschaft: Eine Photographie zeigt ihn mit der Staffelei im freien Feld - ein Landschaftsgemälde aber hat sich leider nicht erhalten, lediglich wurde noch eine Zeichnung vom Dubitzer Kirchlein ausfindig gemacht. Bekannt ist aber das Vanitas-Gemälde eines blu mengeschmückten Kalbkopfs, von dem die Anekdote weiß, daß der Künstler das Stilleben im leeren Tanzsaal des Gasthofs von Sebusein gemalt hat und Charlotte das Bild noch farbnaß im