sehen Lebens überschaut und viel- 0ttfSöat aujf leicht als Gegenstände künftigen In teresses kenntlich gemacht werden. Das gesamte Verlags- und Buch handelsgebaren, das in seinen perso nengebundenen, kommerziellen und kulturhistorischen Dimensio nen noch weitgehend unerforscht ist, unterlag beständigem - teils staatlich gewolltem, teils aus unlös baren internen Querelen erwachsen dem - Administrieren, zeitweilig restriktiver Steuerung. Während Drucker an ihre Eide gebunden wa ren (dennoch wurden 1665 Nach druck-Klagen laut 22 '), erfuhren die fünf privilegierten Buchhändler Dresdens wiederholt in Rescripten und Mandaten beruflich-ökonomi schen Schutz. Die Substanz eines Mandats von 1678: »Denen Buch händlern sollen die Buchbinder, Auctionirer, Hausirer und Disputa tionskrämer keinen Eintrag thun, sondern die Buchbinder bey dem , , c , _ zwischen ihnen und den Buchfüh- Titelblatt de, Schäfer« .Eibische Flotabella., D,e,den !S67 rern aufgerichteten Vergleiche, ver- _ bleiben; die Auctionirer keine rohe Bücher führen; die Hausirer und Disputationskrämer aber mit nichts als bloßen Calen- dern, Disputationen und ändern Weinen, aufs höchste in 10 bis 12 Bogen bestehenden Materien, handeln, bey Verlust der Bücher.«») Dagegen dienten restriktive, immer wieder konfirmierte Mandate dem staatlichen oder moralischen Schutz; sie richteten sich gegen sogenannte famose, »ärgerliche Schrifften, Pasquille und Chartequen« (so 1683 und 1686) 24 '. Das Aufführungsverbot für eine von Chr. Bulaeus sanktionierte Komödie (1662) nimmt sich demgegenüber geradezu harmlos aus. 25) Schließlich liegt das Feld der zeitgenössischen Bibliophilie bzw. Bibliomanie noch weithin im Dunkel. Misanders (Johann Samuel Adami) »Bücher-Freunde und Bücher-Feinde« (1695) lieferte eine engagierte Verteidigung des Kulturgutes Buch. Privater Buchbesitz, wichtiges Indiz für das geistige Klima einer Stadt, und Auktionen sind - geschuldet einer prekären Quellenlage - oft nur noch exemplarisch erfaßbar. Immerhin bezeugt des Ober- konsistorialrates Aegidius Strauch »CATALOGUS LIBRORUM BIBLIOTHECAE