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-r- Der einzige Ausweg, -r» Herr Alois Purzelberger liest beim Morgen kaffee feine Zeitung und entdeckt im lokalen Teil eine Notiz, welche nicht mehr und nicht minder- besagt, a!s das; er selbst, Herr Alois, vorgestern Nacht das Zeitliche gesegnet habe. Wutentbrannt stürzt er nach dem ZeitungSbureau und läßt sich beim Redakteur melden: „Sie bringen in der heutigen Nummer die Nachricht, daß der hochverdiente Mitbürger Alois Purzelberger gestorben sei; diese Nachricht ist unwahr!" „Zügeln Sie Ihre Worte," erwidert der Redakteur, „in meiner Zeitung hat seit ihrem Bestehen noch nie etwas Unwahres gestanden." „Ich selbst bin Alois Purzelberger!" „Können Sie mir Ihr Ehrenwort darauf geben?" „Jawohl." „Das thut mir leid, oder vielmehr, es freut mich um Ihretwillen; seien Sie froh, daß sie leben!" „Ich verlange aber ein Dementi in Ihrer Zeitung." „Mein Blatt dementiert sich niemals: es wider spricht dies den Grundsätzen unserer Geschästs- leitung, und ich werde auch in diesem Falle nicht davon abweichen." „och werde Sie auf Grund des PrcßgesetzeS zum Widerruf zwingen." „Sie werden nichts durchsetzen. Widerrns giebl es nicht. Aber ich will in anderer Weise zur Klarstellung der Angelegenheit beitragen: Ich werd? Sie in der nächsten Nummer unserer Zeitung unter den Neugeborenen ausführen!" —II-II— Empfehlung. Studiosus: „... Nicht wahr. Sie pumpen mir noch einen Anzug! . . . Sie haben doch gesehen, mit was für noblen Herrn ich gestern Schmollis getrunken!" In der Leihbibliothek. „Die gnädige Frau läßt fragen, ob Zola nicht wieder was NeneS geschrieben hat?" „Nein! . . . Soll ich Ihnen vielleicht etwas Anderes mitgeben?" „Ich danke. Da will ich lieber morgen wieder Nachfragen!" Triumph. In einer kleinen Stadt hat sich eine Bude mit allerlei Sehenswürdigkeiten etabliert. In grosten Buchstaben prangt die Anzeige: „Um 12 Uhr Fütterung der Menschenfresser." Wie er staunen aber die Besucher, als sie die „Menschen fresser" ganz solide Kartoffeln zu ihrem Mahle verzehren sehen! — Auf die Anfrage eines erstaunten Besuchers antwortet der Direktor: „Aber meine Herrschaften, das ist ja gerade der Triumph meiner Dressur, die Kerle zu — Vegetarianern gemacht zu haben!" Passender Ehemann. „Hast Du gehört, Herr Meyer, der Besitzer des großen Damenkvnfektionsgeschäftes, hat sich mit einem reizenden Mädchen verlobt!" „Na, der hat ja auch, um eine Frau glücklich zu machen, das Zeug dazu!" Erste Kuh: „Ich sage Ihnen, werteste Kollegin, es ist eine Schänd, wie jetzt die Männer sind!" Zweite Kuh: „Schlimme Erfahrungen gemacht mit Ihrem Alten — wie?" Erste Kuh: „Na, ob! Schauen Sie nur mal dorthin! Seitdem dort drüben das Sommer-Hotel eröffnet ist, thut er den ganzen Tag nichts weiter, als daß — er den ansgeputzten Weibsbildern nachrenM!" Gutes Zeichen. „Wie weit ist denn Deine Schwester mit ihrem Gesangnnterricht?" „Papa hat heute zum ersten Mal die Walle aus den Ohren geihan!" Wechselfieber. „.. Und wie macht sich unser neues Dienstmädchen?" „Ganz gut! Insbesondere scheint sie sehr sauber zu sein... still, da kommt sie!" „Aber das ist doch das Mädchen nicht, das vorgestern bei meiner Abreise einirat?" „Aber Du frugst mich ja nach dem neue» Mädchen!" Dilemma. Laura: „Ich bin in einer furcht baren Verlegenheit!" Klara: „Wieso denn? Laura: „Karl hat mir versprochen, er hört mit dem Trinken aus, wenn ich ihn heirate, und Emil droht, er sängt es an, wenn ich es nicht Ihue!" Erinnerungszeichen. S i e (ini Garten): „Weißt Du noch, Arthur, an dieser Stelle überraschle uns Papa, wie Du mir den ersten Kuß gabst?!" E r: „Ach ja.... hat er noch den Spazierstock niit dem silbernen Knopf?" Verl«, der Reuen Berliner Bcrlagb-Answlt, Sliarioncndurg det Berlin, Berltnerstr. «a — Buchdruckeret «ug. «red«, Lharlottenbur, det Berlin. Berl.nerstr. tL veraniworlliibe Redaktion Au«. Krebs Sdarlotienburg det Berlin. Berlinerstr. so