154 Heinrich Schurtz, Der Seifenbergbau im Erzgebirge etc. ^70 Greifenstein m irgend welcher Beziehung zu einem alten Zinnbergbau stehen. Auch bei Graupen lag ein Geiersberg, auf welchem ZinnW- bau betrieben wurde und prähistorische Reste sich fanden '). An Graupen wieder erinnert der Ort Krobsdorf im Giehrener Zinngebiet; Querbach das oben als Zinnbergort genannt wurde, sucht Preusker vom gotischen quaire (Mühle) abzuleiten 2 ). Es fehlte übrigens weder in Geyer noch 111 Giehren an Kupfer zur Herstellung von Bronze, da nachweisbar-an beiden Orten zeitweilig ein Kupferbergbau rege war 3 ). So weisen wenigstens schwache Spuren auf einen Zinnbergbau der Germanen m den deutschen Mittelgebirgen hin. Aber die Anwesenheit germanischer Stämme in diesen Bergländern war vielleicht nicht von längerer Dauer, als nachher die der Slaven. Die ersten römischen .Nachrichten über Germanien wissen von keltischen Völkerschaften zu erzählen, die vor kurzem erst vor dem Ansturm der Germanen aus den deutschen Waldgebirgen gewichen waren; noch zur Zeit des Marius hatten die keltischen Bojer ihre Heimat Böhmen gegen die andringenden Kimbern behauptet 4 ), bis später die deutschen Grenzvölker, die Marko mannen, sie bezwangen. Wir dürfen demnach auch die Kelten nicht ausser acht lassen, um so weniger, als sie von jeher ein Lieblings gegenstand etymologischer Spielerei gewesen sind und der Name „Walen“ geradezu auf sie bezogen wird. 13-1 *) Gmel in Geschichte d. Bergbaues, S. 132. — Kalina v. Jäthenstein. bohm. Altertümer, S. 152. -) Blicke i. d. vaterl. Vorzeit II, S. 98. 3 ) Codex dipl. Sax. reg. II, 6, S. 196. — Steinbeck a. a. 0. S. 25. ) Strabo VII, 2, S. 72. Ed. Möllenhoff.