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Dresdner neueste Nachrichten : 11.04.1922
- Erscheinungsdatum
- 1922-04-11
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- SLUB Dresden
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Unterstützt durch
- LDP Sachsen
- Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id490223001-192204111
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id490223001-19220411
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-490223001-19220411
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Dresdner neueste Nachrichten
-
Jahr
1922
-
Monat
1922-04
- Tag 1922-04-11
-
Monat
1922-04
-
Jahr
1922
- Titel
- Dresdner neueste Nachrichten : 11.04.1922
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MZ Eil-er nicht möglich. So viel liegt aber klar zutage-, , die russlfcbe Stellung in Genua ganx ten-vermutet eine Stärkung dadurch erfahren hat, daß die angrenzen den Randltaatcn sich zu gemeinsamem Vorteilen ge dein und eng-e Fühlung mit Rußlnnd genommen höchst-. Polen hütet sich, um mit den Worten seines Aktdumlnisterg Stirmunt zu reden. aucs guten Grün den, die ~barte Nuß« seh-m vor Genua anzuknackem Reden dem Block der Nsandftaaten wird die Kleine Entente, einschließlich Umwäqu als geschlossen-e Gruppe austreten. I Nicht ohne Zusammenhang mit Genua stehen die osfiziellen Stimmen, die von Amerika gerade jetzt über das Verhältnis zu Deutschland erklingen. Wenn Amerika auch ossistell eine unmittelbare Teilnahme an den Verhand lung abiehnt, so nimmt es tatsächlich doch mtt nachhal-- tigstem Interesse innerlich an der Entwicklung der Dinge teil, weil und insoweit seine urctgensten Inter essen dadurch nachhaltige berührt werden. Auch in Amerika beginnt die Vernunft sich durchzusetzem Ein schlagender Beweis hierfür ist die von Harding ge-« billigte Rede des neuen Berliner amerikanischen Bot schastcrs Honqtom Er betonte den Wunsch, die alten Bande der Achtung nnd der gegenseitig-en Dienste gegen über Deutschland wieder zu erneuern und zu stärken. Er sehe keinen Grund, weshnih man von einer großen und stolzen Nation erwarten solle, daß sie etwas tue was man selbst unter gleichen Umständen nicht tun würde. Nach seiner Auffassuan miisse ein Prozeß pral- Utcher Versöhnung stattfinden, oder die europäische vom-r W- N«ch-s«s-«», Wissng Fig-TM Jivilisation müsse zugrunde gehen. Das Wesentliche dieser Ausführungen liest nicht allein in dem trennt-di lieben Ton, sondern in der Tatsache, das ins Amorin schon jetzt solche Ausführung-nd ivon offizieiler Stelle Oberhaupt gemacht zwerden können, denn der Daß gegen Deutschland ;stand in Amerika dem in Frankreich nicht nach. Die deutsche Delegittion geht unter der denkbar besten Führ-mu- nach Genua. Rathenau ist von» Wie-wallen nnd Cannez her formell und materiell gegenüber den qnznwewdenden Methoden der Verstand lunsg und gegenüber dem Erreicht-arm richtig eing eilt. Die deutsche Tit-ordnung wird in Genua vor einer unend kikh schwierigen-aber nicht vor einer völlig aussichtsloienl Aufgabe stehen; sie wird den Weg snm Ohr der Welt finden können. Hoffentlich findet das Gewicht der deut-« schen Darlegungen auch den Weg sum Verstand und zur Vernunft der Völker. Eine enticheidende Erleichte rung unsirer Lage schon von Genua zu erhoffen, liegt kein Anlaß vor, denn über dze Ketnpkodieme kann dort keine Entscheidung getrofer werden; aber ishr wohl kann Genua eine neue Etappe auf dem mubfeliaen und beschwerlichen Pia-d zur Gefunduna bedeuten. Die Welt atmoipbäre ist io verpestet, daß der En t aift unad prozeß nur langsam vor sich geben kann. Das Arbeiten und das Auftreten der deutschen Abotds nuna wird viel dazu beitragen können, daß wkr mit Genua aus der Zeit des Winters und der Nachvftösfte herauskonmien. Hoffen wir, daß die Stadt des Fissco nich; eine Stätte des Fiasko-Z unsrer Außenpolitik wer e. Wacketthny X 111-Ut« I. spric. Des sichere preußisch- Wmiuilter uns M les Wulst-bei- des Felb lseereö General set Inst-Ders- ctich i. Futen bstu is si- s. M ins W Lindfteii sei sichs part seit-rieth A « Erich v. Falkenbann über-nahm« als- der Rücktritt Moltked, des eriten Generalstabochefo im WOMtiem nicht mebr zu umgeben war. Anfana Dezem ber 1914 die Leitung der deutschen Feld operattonem Er batte damals das Kriegs eninisrerium inne, das er kurz daraus an Wild nou Hobeuborn abtrat. Den Posten eine-s General« ftabdebefd batie er bis zum Eintritt Rumänieng in den Krieg, im August usw« inne, wo er idn bebauntlitb an Ludendorfs abtret. In diefe Zeit fällt die groer Durch bkutbditblacht von Gorliee und Tat-now, wodurch die Ostfront erneut tu Bemessung gebracht wurde. Galizien wurde von den Rufien aeiiiubern Polen be setzt. aber ed bam zu keinem entscheidenden- vernichten dem Siege. das ruisiitbe heer bena. alt die öerbfts regen und Wintersturme einsetthm eine neue. kürzere Berteidiaungdstelluna an den Grenzen von Weißrußs land und östlikd der Priestfümpie Der Kampf in Rußland war noch nicht beendet, als im Westen bereite die große französifche Entiafiunadoffeniioe inl der Champagne begann, die erfolgrend abgewebrt wurde- Falkenbaynö Name wird in der deutschen Kriegs geiebikbte vor allem mit der Schlacht bei Verdun für immer verknüpft bleiben. Im Februar 1910 begann jener Angrifs auf die kats dieser starken französischen Festung, der bekanntlich nach alanzenden Anfangderfolgen unmittelbar vor der Festung stecken blieb und trotz aller Opfer nicht weiter aetrieben werden konnte. Die Verluste auf beiden Seiten waren ungeheuer, und die Kämpfe um Fort Douaumont, Vaur und den Toten Mann aedüren zu den schlimmsten, blutigsten und nutzlosesten debl ganzen Weltkrieaed. Zalkenbann erklärt zwar in. feinem Buch: »Die berste Deceedleitung 1914 bis ld in idreu wichtigsten Ent .ichlie fzung en«, daß der mit dem Angriff auf Ver dun erstrebte Erfolg doch erreicht worden fei; er weist daran bin. daß mebr als drei Fünf tel der französischen Kräfte vernichtet winden, daß für zwei Deiufche jeweils fünf Fran zosen auf-er Gefecht gesetzt worden seien. Aber er konnte die Tatsache nicht and der Welt schaffen, daß trotz der Angrifse bei Verdun die Somme ichlakdt einsetzte und das französische und eng lische Heer dort mit größerer Bucht und ardßeren Mitteln ais ie zuvor aeaen die deutsche Front einsetzten Die Kritik an Falkenbayng Tätigkeit alg Genek«tilstsidd-i chef gebt zum arößten Teil vom Ludcndorfskreifei ans. Oberst Bauer wirft idm in feinem Buche! »Der arosze Krieg in Feld und Heitnat«; neben der verfehlten Schlacht bei Berdun vor, daß er an einen rumänifchen Krieg nicht glauben wollte, und infolgedessen auch kein e audrei cb e n -« den Gegenmafinabmen traf und den Kaiser falsch informierte. Der Kaiser war, wie Bauer erzählt, iiber die drohende Kriegsgefabr. die von Rumäuien augginm völlig ununterrtkbtei. Bauer berichtet z. B. folaended: »Als ich mit Freiherrn von der Budfche im Park von Piefz einen kurzen Spazieraana machte, trafen wir den Kaiser. Er war rubia und heiter und erzählte sofort. anänien würde und ficher nicht den Krieg erklären, er bade ante Nach »r?chi-en und zudem fei ed in der Maisernte Als wir in Lunfer Arbeitbaimtner zuriickkainem aina die N a eh r i cht von der erfolgten Kriegderkliirung Ru mänienö ein.« In Numänien operierie dann Falkenbayu glück licher, als späterbin in der Türkei. Rechnet man ihm aber auch bier die Unaunst der Verhältnisse zunut, so wird zweifellos ieine Art durch die Kämpfe bei Verdun bezeichnet. Ein rückiichtdlofer ,Verfechter des persön lichen Erfolges war Falkenbayn Ein Hasatdeur aber ohne bezwingende Geniaiität. Nichts war an dieser Art von Generalen rückblickend erkennt man ed —- iibria aeblieben non dem Preußentum der Gneifenau lunüdckScharnborsn Und das war ibr und unser aller Un al . . . ""Me Memlliierie Vorkonferenz M WWugen - Die wwng Formel für Rußlanvs Teilnahme H- Gcntm, 9. April. (E-ig. Drahwericht.) Im Mit-l wxmll des Interesses stand heute die Votkonfcrenz det; a essen Mächia Nach 11 Uhr vormittags fuhr-n dic; Automobile der DelcgatfonJpräsidcntcn von Frank-; reich, Jus-an, England und Bclnicn vor dem Sturms-s aMnde vor. Im großen Sitzungsfaal hatte bereits-: der italienische Miniftcrpräfidcnt de’ Facta Platz genommen. Die Sitzung wurde sofort; mild Eiulrcffsn der Eing-:ladellen durch de Facta cr ö f f n c t. Sie dauerte ungefähr 1 I-; Stunde n und! wurde kurz nach 1 Uhr abgebrochen und um XI Uhr; fortgesetzt Als erster hat der japanische Gesandte in’ London, B a r o n v. H a n a f h i, den Sitzungsfaal ver-» lassen. Die cngiifehcn Journaliften haben ihn sofort nach. dem Ergebnis der Sitzung gefragt, aber es hat alle Intervicws höflichst abgelehnt Nachher kamen Barthon, Jafpar und schliesslich Lloyd Geome, der sich noch kurz Mit de Facta und Wanzcr unterhielt. Die Sitz un g dvuertebis Zsuhrabsendä Ueber ,«.»« das Ergebnis der Sitzung kamt man vorläufig noch nicht allzunicl erfahren Das Programm der morgigen Eröffnungs sitzung wurde endgültig festgelegt Auch ist eine Einiaung über die wichtigsten und ent siheidensden Programmpunkte erzielt worden. Man hat vor allem ausführlich über die Frage der von der Coivietregiernnn zu leistenden Garantien ne fprochetn Wie erimieriiein hat der Oberste Rat in Cannes am d. Januar in einer Entfch«iefzuua die net-männlichen Bedingnis-gen festgesetzt. welche die für» Cannez einaelsadenen Mächte zu unterschreiben haben- Diese Bedingungen betreffen die Achtung des privaten Eigentums die Unerkennunq der Staats-Mulden nnd das Verbot jeglichen Angriffs anf die Nachbarin In der gestrian Nachmittagssiizuna sind diese Garantien definitiv für die anaffmm zur Konfercnz vereinbart Farben De Faeta wird als Präsident der Konkerent e e Eröffnungsrede halten, die mit dem Hinweis aus diefe Entfkhiießung vom 6. Januar Ofchließen wird. Er wird darauf aufmerksam machen- M die Delegierten aller Staaten schon durch id re blose Gegenwart kund tun, daß sie die ausgeleg ten Bedingungen angeno in m e n haben. Man glaubt nicht. daß die Sumetdelegntiom die dadurch be fonders derülirt wird, Ein wände in dieser Hinsicht erbeben wird. Man sieht also, sdie Frage der Zulassuna der Sowjetregiernnai wird auf elegante Art und Weise Ildft. Man ermöglicht dcn Sowietdelegierten sdnr eb sie bloße und stillschweigende Anwesen heit die Zustimmung zu den grundsätzlichen Fest setzungen von Canneg Im geben, olme sie zu zwingen. darüber noch ausdrücklich einseitige Zustimmung-'s esrklärunxten zu formulieren. Die Redner ver ersten Cis-uns Nach der Eröffnungsrede von de Facta wird Apnd Oeorge als erster Redner das Wort ergreifen, nnd zwar in der Eigenschaft desjenigen Ministerpräsidenten, der an den Verhandlungen des Obersten Rates in Can n e g teilgenommen hat. Nach Lloyd George wer den Barthen für Frankreich, Thetmis für Belgien und Hsyaschh der japanische Botschaster in London, sttr Japan fprerlkenu Die Führer der andern Delegationen können ebenfalls das Wort ergreifen. Man erwartet. daß Tschitfcherin nnd Rathenan diese Gelegenheit be nutzen werden. Wenn diese Rcdcfolge für heute Mon tag nicht erschöpft werden kann, so wird am Die nö tag nachmittag eine zweite Vollsitzung abgehalten werden. Nachdem die stillschweigende Zu stimmung zu der Entschließung von Cannes erfolgt ist, jist weiter vereinbart worden, dasi alle vertretenen Län der sofort nnd ohne weiteres ans dem Boden der Gleich berechtigung stehen. Jn diesem Sinne ist in der gesteigert Vorsitzung auch die Frage der Zulaiinng der verschiedenen Studienkotmnifsionen erledigt worden. Es gibt vier Kommifsionew Die erste ist die wichtigste, weil sie an die Politik grenzt. Sie wird die drei ersten Artikel des Programms be handeln, und zwar die praktische Anwendung der Grundsätze von der Konserenz in Cannes dann die» Errichtung des curopiiischen Friedens auf fester! Grundlage nnd schließlich die notwendigen Bedin-; gungen für die Wiederherstellung des Ver trauen s, ohne daß dabei die bestehenden Friedens-» verträge beeinträchtigt werden. Diese Kommission wird Idie Kommission der rusiischen Frage genannt. Sie ietzt sich zusammen aus Frankreich, England, Italien, Bel gien, Japan sowie Deutschland, Russland und vier andern Nächten Diese Kommission wird aus ihrer Mitte hervor eine Unterkommiision bilden. Eine zweite Kommission wird für Wirtfchaftdfragem eine dritte für Finanzsragen, eine vierte für Transze portiragen eingesetzt. Alle diese vier Kommissionen werden unter dem Vorsitzeineö französischen, englix4 schen, italienischen oder belgischen Delegierten stehen. Schlechter Stand der Wette-it tztki Gyuz O- Rottcrdam, 10. April. (Eig. Drahtberlchu Der ,Courant« meldet aus London: Am Wocheneude stan den bei Lloyd in London die Weiten für Genua wentg e r günit i g. Von rund 134 Millionen Wett auflrägen lauten 75 Prozent gegen eine for mulierte Einigung der Konserenz nnd der Valutastabilisierung. Hinsichtlich der Ge-; währung von Reparati.onserleichterunqexri an Deutschland in Genua stehen sdie Wettcn 7 ts. ! s Jn unsrer Zeit, die den Begriff »Relativität« Ipopnliir machte, muß sich auch Beethoven eine relative IWertsehätzung gefallen lassen. Wer Halms Schriften ’etwa aufmerksam liest, der findet hier schon sehr be stimmte Ansätze zu einer neuen, umsassenderenj Beethoven-Auffassung die zum erstenmal das Werk! vom Schöpfer trennt und nach der Beziehung derl Kultureu fragt, die sich um die Schöpfungens der großen Musiker der verschiedensten Epochen! gebildet haben. Daß diese Ari der kunst-! geschichtlichen Betrachtung bisher noch zu keinem end-! gültigen Ergebnis, zu keiner allgemein bindenden Formel für unser veränderies Verhältnis zu Beethoven geführt hat, lieat daran, daß bisher einseitig die Kul turen nach nnd unmittelbar vor Beertkooen gegen eiuander abgewogen sind. Das entfp cht wiederum» dem Verhältnis, in dem auf unsern heutigen Konzert-i iprogrammen das Alte gegen das Neue, Allbekanntes« gegen weniger und nicht Bekanntes steht. Vorläufig! wird sich darin keine nennenswerte Aenderuug voll-; ziehen. Man muß froh sein, wenn hier und da das» zufällige Zusammentreffen den Vergleich eines allbe-! rannten sinfonischen Werkes mit der Schöpfung einer vergessenen Kultur ermöglicht ! . Neunte Sinfonie sur Ausführung in der Staats-over Es ist nicht gleichgültig, von welcher Seite man an Beethovens Neunte herantritt. Den bequemsten Weg werden immer noch diejenigen haben, die, den ils-ema tilchen Leitfaden in der Hand, sich an der Fiktion irgendeines außermusitalischen Geschehens, das vor dem inneren Auge abrollt, genügen lassen. Es sind vielleicht ge allergliicklichsten Znhörer, die sich so von der eigenen orstellung emporheben lassen. Auch ihnen gehört Keim-neu und insonderheit dieser Beethoven der unten, der am Ende die Gleichheit aller Menschen brtlder in der Freude mit so hinreißendem, allverständ lichem Pathos kiindet. Gerade in dieser Sinfonie ist der Zhantasie die breiteite Fläche geboten und zugleich durch eetdoven selbst eine ganz bestimmte Richtung ge wiesen. Das gesungene Wort macht schließlich den Kommentar überflüssig, nnd die allgemach genügend bekannte Freude-Melodie gewinnt zauberhafte Macht auf die Stimmung. So ist noch immer der Eindruck dieses Werkkolosses uns die große Masse zu erklären. Ungefchivärht ist seine Wirkung, und nirgends sind Symptome einer vermin derten Lebenskraft zu bemerken. Die keineswegs im Sinne der Jdee guizuheißende Einreihung der Sin- Die Neunte Sinfonie in der Staats-over dirigierte fonie ins Repertoire aller großen bis mittleren Kon- Fritz Busch. Erstaunlieh war die musikalische und zertinstiiute hat zwar manchenorts zur Ermüdung, geistige Beherrschung der Partitur. Der Ausbau des nirgends aber zu ernstlichem Schaden am Werk geführt. Werkes, der immer vrvblematifch bleiben wird wie Ein andrer Weg zu Beethoven ist der: Man geht, feine Form, war klug durchdacht. Jn den vorwiegend bevor man die Neunte hört, in die Kreuzkirche nnd drängenden Temvi der Chöre kam der Gestaltung-s -liißt etwa ein Werk von Heinrich Schutz aus sich wirken. wille am reinsten zum Ausdruck, es war ein freudiges, Diese Möglichkeit bot die letzte Kreuzvespen man sang, impulsives Musizierem die hohen Chorlagen nnd die wie alljährlich in Beginn der Karwoche, die ~Sieb;:n gesitrchteten Solostellen wurden einem als Gefahr- Worte am Kreuz-C Trotz einer im einzelnen oerbesies yunkte kaum mehr bewußt. Rein klanglich war nur rungsbedürftigen Ausführung war die Wirkung des der Solosopran im Nachteil; die akustischen Verhält- Wertes ungeheuer. Wie irgendeine Bachsche Paision nisse mochten daran mit die Schuld tragen. Die Instru- oder Kantate, wie jede Beethovensche Sinfonie, wie mentalfätze waren gleichsam in einer Fläche angelegt. jede Messe des Paleftrina gehören die ,-Sieben Worte« Wiederum drängte sich das Gefühl auf, als spiele eine zn den unbedingt großen Werken der musikalischen große Kammermulib Der langsame Satz war ein Literatur, zu den reinsten Aeufzerungen eines künstle- Muster klanglicher Ausgeglichenheit und soliftifcher Ren Weltgesiihls. Dies Werk ist so gut ein Kosmos, Höchstleistung Das aufwiihlende Erlebnis, als Folge « Beethovens Neunte es ist. einer vom irigenten auf den Klangkitwer til-er » « Darum verträgt es nicht nur den Vergleich - es tragenen Erregnnm windenden wie schon mehrfach bei Wert ihn heraus. Man wird, wenn man die Sonder- Busch bemerkt worden ist, durchaus erst int· lebten Satz We beider Werte versteht und das delondere Zeit- fühlbar. · ndene ihrer äußeren Erscheinung-form berueks Das Quartett war besetzt mit scharlotte Biere it - ti t, u dem Ergebnis kommen, daß die Ausdrucks- Kinn-el, Delene Jung, Crit Wildhagen nnd Fichküeiten in den zwei Jahrhunderten zwischen Friedrich Plaschkr. cs sang mit eine-n vlafttfchen Schutz und Beethoven sich nicht gesteigexdswsgnp Ausdruck nnd mit jener nicht alltiigl en inneren Din dern lediglich andre geworden fins- - « - IMM.UMU Jst-IM- Der Zusammensrum ver Efeu-M «- Bcrlin, 10. April. Der R eichöv er bn n d«p·e rJ D e u t s che n J nd u st r i e hat durch eine Koutnicssionj von Sachverständigen eine eingehende D e n ksch r ists über die Ursachen des Zusammenbkucheö der deutschem Eises-bahnen und über die Möglichkeit ihrer Gesundungs herausgegeben Die Kommission führt deu- finanziellen Zusammenbkuch auf folgen-de Umstände zurück. Zu-? nächst aus die· mangelhas·te Ausnutzung deg» mechanischen Apparates und den stark ge-; sun ken en Berke h r. Dann aus das übermäßiges Anwachsen der Personalbestände und durch das zu späte Einsetzen der Tarisethtihungen. Als ein ziger Ausweg wird die Uebetkiihrung der Eisenbahnem zwingt. Die von Carl Pe mbnu r cinstudierten EChöre bewältigten ihre keineswegs leichte Aufgabe mit viktuoser Sicherheit und mit einem heiligen Eifer-. Dr. llsns schwor-. Berlin, 8. April Schauspiel: wieder ein Verneuil, diesmal la Eine neue TZUJSUU Kursürsiendamm - Theater. Heißt »Frechdachs«s »Am· Eiche dieser migvekgnügien und kargen Tanz-, Natürlich ein verliebter junger Mann, natürlich in Saiion ist sie erschienen. Noch nicht eine große Tänzeij eine verheiratete Frau. Die Pariser Literatur kommt ichopferiicher Art. Aber eine sehr große Hoffnung. Und Nicht IVS Damms Wesmal macht Ck es sp- daß « M das ist viel. . » als Diener sich meldet, dann als Seeretär des Manuci Es ist eine junge Daum. Sie heißt Jugehpkg eintritt nnd dabei Gott weiß welche Liebeskreuzzligi Laeour-To rrup. Und was sie an ihrem ersten zu bestehen hat, die man am nächsten Tag schon wieder Dresdner Tanzadend im Künstlers-aus and, war so vergißt. Selbstverständlich nämlich bat der Mann del charakteon als Ganzes, io starr tm Einzelnen trotz Frau auch eine Geliebte. und dann kommt es sp- W den vielen Halbheiten der zu bewußten Polen« der über- es kommen soll. Hauptsrage: Ist es graziös gesiiW giggggixgstiißneitith dåssekviztnzix Brigitteåieuiuntae Kigisti zeilweise dies Es ist wieder mal etwas amiisantetä . » e e ner n - e el · i Zärälåiensg zum echten tünstlerischen Tanz höchsten gensxat w es nur erträglich und Erfolg bat « « Oper: Schrekers »Sche- räber« it, nach list L SchvTu als Erscheinung prägt sich Insel-org dreißig Bühnen, endlich auchd In die Stafatsopci acvur- vtxup ein- Der Kopf konnte auch aus eine eingezogen, wärmet begrüßt als die Gezeichneten«,dii Filmschauspielerin deuten. Nur der Mund ist noch nicht schon wieder verschwunden waren « Dieses Stück iii deherrscht genug. Ste steht im weichen. saltiaen Kleid auch entschieden dramatischer wenigstens äußekiich fo da. das Arme und Beine treilaßt. Die Farbe des daß alles Szene wkkd sogar sschg Bilde. snnekksch »ei- Kleides wechselt. Einmal nimmt sie ein rotes Tuch sich nicht da zwischen«dem Sän r d ss« lgaute Schiiie VIII-g eHTgksiFngSÆgFJZI disk-DRITTER sie entdecken, soll, und der dämoncisckiene Filirtstochier di « « tereenai e. - « - Schon ein feierlicher Tau-» ein Schritt, das aanz, ganrz sdjesnSnchtgusf hgestgmen hat« niemals Eine spenschie Liliei langsame Geben eines Armes, die kaum sichtbare Be- IN gd ee m arm —sp daß der Narr der emå tonung der musikalischen Phrase wirkt til-erzeugend ensch es Dmnms bleibt« Abeir musikalisch klingtm Cz ist nichts übermäßig Originellegt Damme schrie besonders wenn geliebt oder Abschied genommen wild solche ruhevolle Geste. Editd v. Schrenck ist auch so ein- sehr rauschend und tempemmenwoll Und erinnek"m-«7 sach. Aber Inaedora LacoursTorrup erfüllt das Bins- keich, echte Schrekerikhe Romantik, ohne starkes Profi» hatte mit ihrem ganzen Temperament Und wenn sie doch mit bewesm Wurme auf der Schwelle modern« die gefährliche Pospnazsp willkqu von Chapm tmm gunsn doch im Grunde traditionell und überwunden sdie nor ihr so viele tanztenL sindet sie neuen Ausdruck, Dem Jmpuksi MUO Energie ist siir die heutige OPW neu binreiszendes Empor- und Vorwärtswerscn, Wen- kühne YOU Bedeutung geworden, ohne daß man ilii den nnd Knie-ten des Körpers. Obwohl gerade in diesen Uhuschatzm wikds Wir Wko eine Mächmc Aussw leidenschastllchen Stücken manche vor dem Spiegel ers Umg- das Unübsktkesslickie Orchester unter Blech, W lernte Pose noch stört nnd auch sonst mancheScblacke darin Rolle Mk Amen Gästen VMM Ue Süenekkei Mit TM ist. Ader das ursprüngliche tänaerische Tempekwentz ngdme des versehlten Els-Btmmers im dritten Att. die bildende Veaaomea mußte nie ieoem Zuschauer san-stich- ist-blieb rhythmisch lo umwogen-. M zeiget-, Die geheim hie-eh echte W ekiepie zwischen dem Reafismus Schrekers nnd dem Stilfimi man wieder einmal. vvit Hörtd und Pirchan doch eine fruchtbare Mischuiii Es ist weder eiu Nachpeichyen hek meisqu erzielt wurde. Es ist tadeldast, was dte Aera Schil- Gestaltnnm noch mir ein Ansdenten des Silminnnaso ilngs dotd in einer einaiaeu«"Spielseit leistet. TM schalt-, ed in wirklich ein Nenschatsen ein Verand- allein Gerede. erlebt selter als ie. er hat die Liebs wachsen and der Mut-. Stark in dieser nnnlide ten-z derer von oden nnd derervon unten ganz gewonnen an die Musik gebunden. ader seiten-ists befreit er il man vergleiche nur Wien, das den »Schudgräbcr« bis nnmer wieder von ibr. Weled starkes criednisi ker nicht hat herausbringen konnex-, so schwer arbeit-t Jånaebora Lamm-Torer wurde iedr der-sind ani· oet der Ins-rat «s7»«ii»fm.byet·v Wen-editi- manietiW setics tm- Smoedmoe Hatten ia wieder «« »s- uswtmtdeateedessenenndasets zw- la eine leseiinviris niqu . Ists Ises Ists-Ret- aniee unbedingier Micvuunq like-: ausfäixisches Einflusses sum Schluß qibi die ON schrist in stoßen Zügen einen Instis hek Hut re n Verw a it nq. Bei allen Streitigkeiten W das Neichöwitischsgssetichi entscheidz.« M dein ein besonderer enat süe Diskumh anseleqenbeiien In errichten ist« Die Beamten genießen einen besonderen Nkchm cbu durch Artikel 129 der Rei wetsassuyg« Auch de Pensionsansprüche bleiben nnliekishU Als Freiens-wirst werden s Milliarde- MM »ob« geschaut Den Antenseiqneengoll eine mäßi» « pitalahsinduns von 6 Proz. gemäm und dek ihnen m« bührende Gewinn aus die Dilisie beschränkt werden. Dz- Gesellschsst heb-its im Zuschüssen sür die Umkng kzeit und sitt die Umsiellunn des Unternecuukuz ums Betriebskapitals un m Millionen Gold-akk» zahm dem soll das Unietnehmen keiner stq kkkw Hstene riichen B ein st u n g unietwoesen werden« m sie die Reichgeiienbaynen heute sn tragen haben, Internationale Sag-euren konferenz in Leipzig Eine Rede ve- Miuiften pr. After Am Sonnabend mitaa wurde In Les » He Internationale Studente onfemw zu dkr VHWH »aus etwa E Ländern, sowie von verschiedenen aus« fläwdlschen Studentenorfanisaxionen e·rsch.c«nc·n wzlspn »im Senatsfaale dek- lln versitat feiern-b mssmq W lVertrefet der Reichsregieknng waren »der Reichs« minister des Innern Dr. Küster und ciaatssckrekjk LSchulz erickkicnem » » « I Der Vorsitzende des Auslandöamteg der Demschm Studentenschast Walter Zimme r m a n n betonte tu ietner Begriißnngsansprigge, daß die Leipziger Vet, anstaltung sich in keiner eise gegen andre Organisa, .tionen richte, dte steh die internationate Zusaman «arbeit unter den Studenten zum Ziele gesetzt habe. S» halbe sich fern von Politik und solle nur der Arbeit ge. widmet sein« Als handtantgabe bezeichnete Redner die Organisation eines internationalen etndentenaan tauscheg, die Vermittlung eines internationalen Brief. wechscls nnd Bücheraugtausscheg, ierner die Beratung til-er die Errichtung eines internationalen Sanatorlumz sür tnherknlifse Studenten in der Schweiz und M Huiswerk iiir die rniiischen Studenten. Der Rektor der Universität Proj. Dr. sein« ex· innerte an das sovjährige anilaum der Leipzigcr Universität tin Jahre 1909 und sprach den· Wunsch M· daß dte damals angebahnten internationalen Ver· bindnnnen durch die Leipziger Tagung wieder an, geknüpft werden mögen. Neichötniniiter des Innern Dir-. stilitcr sibcxmitthte Lxsdpüße dsxs .Rs.3ch9oräsgds.vien Und »Hört-. er sühre diesen Austrag gern aus, weil er der Ueka zeugng sei, daß aus den Memchen ·und Gel)srncn, dik in diesem Saale versammelt sind, vielleicht ebensong vielleicht mehr in ver Zukunft für die Zusiimuitnarbkkt Europas herauskommen könne, als ans den Konscren zen von hohen Würdenträgern Jn Genua sitze dki ältere Generation zusammen, belastet um dein ganzenl Erbe von Zwiespalt unid Spannung, das die letzteres Jahre in die Menschheit hineingetragen haben. Je» Leipzig arbeite eine mehr unbelastete Jugend an den Zukunft. Nichts sei wichtiger für die Zukunit Europas, als wenn die dünttigen geistigen Führer der Länder sich schon in jungen Jahren zusamtntnsinden und lernen, iisber die nationalen Schranken hinaus auch in geistiger Beziehung dem allein ersolgversprechenden Gedanken der Kooperation zum Siege zu verhelfen. Wenn auch die Studentenstbast in jeder Nation der Haupttriinck des nationalen Gedankens sei, so müsse ohne mische-usequ liche und titberstsaatliche Zusammenarbeit die ertschnft und der Geist zusammenbrechetn Ebenso wie die Arbei ter gelernt hieben, international ihre siänwse zu führen, ebenso wie Industrie und Bankwelt seit Jahrzehnten gelernt haben-, international zusammenzuarheitenso müßten auch die geistigen Führer nnd die Vertreter der Wissensch-est jener, die seit Plato und staut universell bezeichnet werden. den Gedanken der tnternatzonaler Zusammenarbeit prasttiseh durchführen Unter diesen vielleicht politischen Gesichtswinkel begrüße er und. wlez e: glaube, jeder gute Europäer, die Konserene unti wünsche ihrer Arbeit den größten Erfolg. Zum Schlnsj bat er die anwesenden Auständer. Deutschland so ni sehen, wie es wirklich ist, und sich nicht non ver Schein .«: blsüte unsrer Wirtschaft, die jeden Tag zusammenbiechn i könne« täuschen zu lassen. Die Rede des M«nisieklsj wurde mit lebhaftem Beifall und Händeklatschen aus« genommen. » . Im Auftrage- derjächfischcn Regierunng grüßte ein Bei-steter der Unterrichtsverwaltung des Reichstageö dte Versammlung und drückte den Wunsch aus. daß sie Dazu beitragen möge, enge perföniichc Ve ziehungen mit dem Auslande herzustellen. Mit An sprachen eines dänisschen unsd elnes nsorwcgifchen Ves treters schloß die Begrüßungsfeien Berliner Theater Drittel Unter M Saale d sichtlich-I « Recht-at BegrüßW TagUUC d· Mche ZMU Dann MU in dc c sprechen- Abg« Hc E und dem« ! tische Mem dem Bertck Entlastung Vorstandes schlagsliste Seuche NAM zweiter V dritter V- Eisenbahni tj ch - Bau, eksplgte b( In »den Dr- is- ch T l« parteitaa « g k e t f ch 11 ·" Darm kx erteilte dem Vorm Ost das Z Dieser un s G c n nichts, coe: daß die St sever- werd Sieg dcvc whctbtcchkl Ziel. unse! geschmgcnh zeu«llllng AS Neichötegk um sei Vo Den tf ch· del- Vcants Mal ein VI stande gekv gleichst-US quuet ( e it d e k fpmch W Pvll k i k kracht UM scheldunaen wag das C Mit de emeinschui Formlos, z tit o b n e Es set ein denn-kraue zut pfaktilt M Zufalls das . cnttt betten crrc Im Rt Dinge vekl FMCes ob enüget um Bei eine fFi Bube etklat abeneö se« zu Billigcn zuhuvg währte, heil Zent r u v Bot-tragend S ch u l f te Bssunq sei eite gepl nicht der S sei kein K Grunde ml mein fcht Halt-betten Richtschnur schule nicht eignctek ist seiner halb Vorfiihrun Uon mit-v von Jcnn wenn auch Rhythmisie sum unrul Muß. Völ müßte bei es ist doch als in folc wisse mode jetzian St ment einel noch zu sp :: Pl Bvbåme«, Meissnan dumm«-, - «- Zenttql Opetnh mit Pattie Neuem-N Leitung: s Anfang Z u le k o n z tet Leitun- Konzertfol Franz Sch Bkuckner. v t o b e fi« statt. Sonntag AUIf ü h 1 Donnerst vetkauf f Ufer-Sen buustasse « Wegen Er Fug statt »B i b e r p leitung: J Diengrq v»vn Man Optellciur ——- i Donnersti
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